Commerce

Bauhaus darf acht Hellweg-Märkte übernehmen - weitere Filialen vor dem Aus

von Sebastian Halm

05.10.2026 Das Bundeskartellamt gibt grünes Licht für die Übernahme von acht Standorten der insolventen Hellweg-Gruppe. Für die gesamte Kette fand sich kein Käufer: Nicht verkaufte Märkte sollen Ende November schließen.

 (Bild: Bauhaus)
Bild: Bauhaus
Die Kette Bauhaus   darf die Mietverträge von acht Baumarktstandorten der insolventen Hellweg   -Gruppe übernehmen, teilt das Bundeskartellamt   mit. Die Behörde hat das Vorhaben am 2. Oktober im Vorprüfverfahren freigegeben. Betroffen sind Backnang, Beckum, Berlin-Köpenick, Dahlwitz-Hoppegarten, Dortmund-Hacheney, Essen-Rellinghausen, Iserlohn und Potsdam.

Nach Einschätzung der Wettbewerbshüter bestehen in allen acht Einzugsgebieten ausreichend Einkaufsalternativen durch andere Baumärkte und Fachmärkte. Bei der Prüfung nutzte die Behörde Kundenkartendaten und Kundenbefragungen: Die Einzugsgebiete unterscheiden sich je nach Filialgröße, Bevölkerungsdichte und Verkehrsanbindung und lassen sich nicht durch starre Radien bestimmen. Wie der WDR   berichtet, scheiterte der ursprüngliche Plan, die gesamte Kette an einen Investor zu verkaufen. Bislang seien 27 Märkte verkauft worden. Alle nicht verkauften Standorte sollen Ende November schließen; bei weiteren Übernahmen stehen kartellrechtliche Genehmigungen noch aus. In der Hauptverwaltung verlieren dem Bericht zufolge etwa 350 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz.

Die Hellweg-Gruppe betrieb nach Angaben des Bundeskartellamts zuletzt 113 Bau- und Gartenmärkte unter den Marken Hellweg und BayWa Bau & Garten  . Schwerpunkte lagen im Rhein-Ruhr-Gebiet, im Berliner Raum und in Süddeutschland. Bauhaus betreibt rund 290 Standorte in Deutschland und weiteren europäischen Ländern.
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