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IKEA: Second-Hand-Marktplatz startet mit regem Zulauf

von Dominik Grollmann

22.10.2026 Der Möbelhändler IKEA erreicht mit seinem Second-Hand-Marktplatz nach einer Woche bereits 4.100 aktive Mitglieder und zählt mehr als 6.500 Angebote.

 (Bild: IKEA)
Bild: IKEA
Der schwedische Möbelhändler IKEA    hat auf seinem neuen Second-Hand-Marktplatz    in Deutschland innerhalb einer Woche mehr als 6.500 Angebote verzeichnet. Seit dem Start am 14. Oktober 2026 haben über 4.100 Mitglieder des Kundenprogramms IKEA Family gebrauchte Möbel und Wohnaccessoires auf der Plattform eingestellt, teilt das Unternehmen mit.

Rund 60 Prozent der aktiven Mitglieder auf dem Marktplatz sind neue oder reaktivierte Accounts. Besonders häufig werden derzeit Ordnungssysteme und Aufbewahrungslösungen angeboten. Daneben finden sich auch ältere Möbel und seltene Sammlerstücke im Sortiment.

Verkauf ist zunächst kostenlos

Der Marktplatz wird von der Ingka Gruppe   betrieben, die den Großteil des weltweiten IKEA-Einzelhandelsgeschäfts verantwortet. Interessenten können die Angebote ohne Registrierung durchsuchen. Für den Kauf und Verkauf benötigen sie allerdings ein kostenloses IKEA-Family-Konto.

Das Einstellen und Verkaufen von Produkten ist gebührenfrei. Zum Start verzichtet IKEA außerdem vorerst auf die reguläre Käuferschutzgebühr von fünf Prozent des Kaufpreises. Verkäufer erhalten beim Erstellen ihrer Anzeigen automatisch Produktinformationen, Maßangaben, Bilder und Preisempfehlungen. Den Verkaufspreis können sie selbst festlegen.

Bei der Auszahlung haben Verkäufer die Wahl zwischen einer Überweisung und einer IKEA-Guthabenkarte. Wer sich für die Guthabenkarte entscheidet, erhält zum Start zusätzlich einen Coupon im Wert von 15 Prozent des Verkaufspreises für den nächsten Einkauf.

Second-Hand-Markt wächst weiter

Vor dem Deutschlandstart hatte IKEA sein Marktplatzmodell bereits in Spanien und Norwegen getestet und anschließend unter anderem in Polen, Schweden, Belgien und Großbritannien eingeführt.

Der deutsche Markt für gebrauchte Möbel und Wohnaccessoires erreichte 2024 ein Volumen von rund 2,1 Milliarden Euro. Zwischen 2019 und 2024 wuchs er jährlich um durchschnittlich 4,4 Prozent. Bis 2030 wird ein Marktvolumen von rund 2,9 Milliarden Euro prognostiziert. Das geht aus einer Untersuchung von Statista   im Auftrag der Ingka Gruppe hervor.

Der Online-Anteil am deutschen Second-Hand-Einrichtungsmarkt stieg zwischen 2019 und 2024 von 46 auf 58 Prozent. IKEA-Produkte machten 2024 bereits 7,7 Prozent des gesamten Marktes für gebrauchte Einrichtung aus.
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