Checkliste: So optimieren Sie die Ladezeit Ihres Onlineshops
04.02.2022 Schnelle Ladezeiten des Onlineshops sind ein wichtiger Erfolgsfaktor im Versandhandel. Denn Interessierte haben immer weniger Geduld und springen schnell ab, wenn das Aufbauen einer Website zu lange dauert. So können Sie Ihre Ladezeiten optimieren.
1.Google-Tool nutzen und deuten
Zwar ist die Page Speed nur ein Faktor von rund 200 für das Ranking von Google , doch E-Retailer sollten sich mit diesem Thema befassen, da es ein Aspekt ist, den sie selbst beeinflussen können. Zunächst wird dazu die Schnelligkeit der Seite analysiert. Google selbst bietet dafür beispielsweise das kostenlose Tool PageSpeed Insights an. Hier kann die Ladezeit einer URL sowohl für mobile Endgeräte als auch für PCs gemessen und durch einen Score berechnet werden. Auch das Verbesserungspotenzial wird analysiert. Der Score wird auf einer Skala von 0 bis 100 angezeigt und bildet den gewichteten Durchschnitt verschiedener Metriken ab. 0 bis 49 Punkten entsprechen einer schlechten Bewertung, 50 bis 89 einer durchschnittlichen und 90 bis 100 Punkte einer guten Gesamtwertung. Die Seite kombiniert die Daten aus Nutzererfahrungen in Chrome (auch als CrUX abgekürzt) und einer Direktabfrage der URL mittels des Google-Tools Lighthouse. Dabei führt nicht der eigene Rechner die Tests aus, sondern ein Google-Server. Daher sind die eigene Internet- oder Rechner-Geschwindigkeit unerheblich für das Ergebnis.2. Parameter für optimales Nutzererlebnis
Die Nutzerdaten werden aufgeschlüsselt in First Contentful Paint (FCP), First Input Delay (FID), Largest Contentful Paint (LCP) und Cummulative Layout Shift (CLS). Der FCP stellt die Zeit dar, die ein Browser braucht, um erste Inhalte der Seite anzuzeigen. Der FID-Wert quantifiziert, wie schnell die Website auf eine Interaktion der NutzerInnen (beispielsweise das Klicken auf einen Button) reagiert. Anhand des LCP lässt sich ablesen, wie lange es dauert, bis das größte Element einer Seite fertig aufgebaut ist. Der CLS berücksichtigt die Summe aller Layoutverschiebungen. Wenn ein/e Nutzer/in beispielsweise einen Link anklicken möchte, bevor die Seite vollständig geladen ist, kann es passieren, dass das Layout "springt". Das heißt, Bilder werden nachgeladen oder Werbung wird erst später eingeblendet und NutzerInnen klicken dadurch ins Leere. Je länger das Layout herumspringt, desto ärgerlicher ist das für User.Die Labordaten von Lighthouse zeigen neben dem FCP und dem CLS auch noch die Time to Interactive (TTI). Diese bildet ab, wie schnell eine Seite interaktiv wird, also ausreichend Elemente angezeigt werden, damit NutzerInnen auf der Seite aktiv werden können. Hinzu kommt die Total Blocking Time (TBT), die die Summe aller Zeiträume zwischen FCP und TTI zusammenfasst, wenn die Aufgabendauer 50 Millisekunden überschreitet.
3. Kleine Stellschrauben verändern vieles
E-Retailer, die keinen zufriedenstellenden Score erhalten, können an einigen Stellschrauben drehen, um die Page Speed ihres Onlineshops zu verbessern. Das kann durch eine Optimierung der Websiteinhalte passieren. Dazu gehört u.a. Bilder zu skalieren, nicht zu große Dateien einzusetzen und datensparsame Formate wie PNG oder WebP zu verwenden. Aber auch mit dem Thema 'Caching' sollten Versandhandelsunternehmen sich für eine verbesserte Ladezeit auseinandersetzen. Hier geht es um Ressourcen der Website, die in einem Zwischenspeicher landen, um sie bei Bedarf wieder abrufen zu können. Ist Caching aktiviert, speichert der Browser Elemente einer Website, sodass sie beim nächsten Besuch schneller abgerufen werden können. Durch entsprechende Add-ons oder Plug-ins lässt sich so die Ladezeit für NutzerInnen verbessern.Ein weiterer Trick ist, die sogenannte 'Lazy-Loading-Methode' zu verwenden. Hierbei werden Inhalte erst geladen, wenn sie von NutzerInnen tatsächlich benötigt werden. Beispielsweise verlangsamt das gleichzeitige Laden aller Produktbilder in einem Webshop die Seite enorm. Durch das Lazy Loading werden die Bilder erst geladen, wenn sie tatsächlich in das Blickfeld der NutzerInnen geraten. Zuvor verwendet die Seite Platzhalter im gleichen Format, um die Designstruktur nicht zu verändern.
Autor: Andreas Karasek, Geschäftsführer der Agentur SEM Berater
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