Wer jungen KundInnen keine Online-Bewertungen bietet, sieht alt aus
06.11.2026 Online-Bewertungen beeinflussen die Anbieterwahl von mehr als der Hälfte der VerbraucherInnen. Bei jüngeren Zielgruppen liegt der Anteil sogar bei fast 68 Prozent.
Junge Zielgruppen achten besonders auf Bewertungen
Die Altersunterschiede sind erheblich. Während knapp 68 Prozent der 18- bis 39-Jährigen Online-Bewertungen bei der Anbieterwahl berücksichtigen, sind es unter den 70- bis 74-Jährigen lediglich 19,3 Prozent. Für Unternehmen, die jüngere Zielgruppen ansprechen, gewinnen öffentlich sichtbare Kundenerfahrungen damit an Bedeutung. Auch regional zeigen sich Unterschiede. In Nordrhein-Westfalen legen 53 Prozent der VerbraucherInnen Wert auf Online-Bewertungen, der höchste Wert im bundesweiten Vergleich. Für 21,6 Prozent der Befragten in diesem Bundesland sind Rezensionen sogar sehr wichtig.Für lokale Unternehmen und ihre Marketingdienstleister unterstreichen die Ergebnisse die Bedeutung eines systematischen Bewertungsmanagements. Dazu gehören das aktive Einholen von Kundenfeedback, die zeitnahe Beantwortung von Rezensionen und ein professioneller Umgang mit Kritik. Gerade negative Bewertungen können Unternehmen die Möglichkeit bieten, öffentlich auf Beschwerden zu reagieren. "Unternehmen, die entweder kein Bewertungssystem installiert haben oder negative Kommentare unbeantwortet lassen, laufen Gefahr, einen Kunden zu verlieren, bevor es überhaupt zur ersten Transaktion gekommen ist", erklärt Joachim Gassmann , Geschäftsführer von Greven Medien.
Die Ergebnisse zeigen, dass Online-Reputation ein wichtiger Bestandteil der digitalen Kundengewinnung ist. Allerdings misst die Studie die subjektive Bedeutung von Bewertungen bei der Anbieterwahl. Wie stark Rezensionen tatsächlich die Conversion-Rate oder den Umsatz beeinflussen, wurde nicht untersucht.
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