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Shop-Tech: Ohne die richtige Software wird es im E-Commerce schwer

03.04.2023 Neue Marktplätze werden eröffnet, Omnichannel-Strategien erarbeitet und Direct-to-Consumer-Vertrieb sowie Loyalty-Programme bleiben hoch im Kurs. Der E-Commerce-Markt und seine Anforderungen sind ständig in Bewegung. Wer mitmischen möchte, kann sich ein Stehenbleiben nicht erlauben. Das ist vielen E-Commerce-Entscheidern klar. Wenn aber die Shop-Software in die Jahre gekommen ist und nicht mehr mit vertretbarem Aufwand um neue Funktionen erweitert werden kann, dann ist auch ein Mitziehen schwierig. Umso wichtiger also, jetzt den richtigen Tech-Stack für das E-Commerce-Business auszuwählen.

 (Bild: NH-Pressebild)
Bild: NH-Pressebild
Bild: NH-Pressebild unter Creative Commons Lizenz
Wie der E-Commerce-Markt wächst der Shop-Tech-Markt entsprechend und bringt spannende Entwicklungen. Doch mit vielen Optionen kommt für Unternehmen die Qual der Wahl:
  • Welche Software passt zu meiner E-Commerce-Strategie?
  • Welche Technologien sind auch morgen noch relevant?
  • Welche Herausforderungen löst das Setup für mich?
Die Technologie muss zur Strategie passen, aber ebenso Experimente zulassen. Das erfordert smarte Tool-Entscheidungen und Investitionen, die die Arbeit jetzt und vor allem in Zukunft erleichtern.

Die beste E-Commerce-Software finden: Eine für alles?

Das richtige Setup entscheidet also über Erfolg oder über Kopfzerbrechen mit viel zusätzlicher Arbeit. Wo anfangen? Entscheider stehen schon zu Beginn vor der Frage: Wähle ich einen Suite-Ansatz oder setze ich auf Best-of-Breed-Systeme? Die Antwort darauf wird zu ganz unterschiedlichen Software-Anbietern führen und muss gut überlegt sein. So viel vorweg: Einer der beiden Ansätze lässt viel zu wenig Raum für Flexibilität in der IT-Landschaft und entspricht nicht den neuen Anforderungen im E-Commerce.

Der Suite-Ansatz:

Mit einem Suite-Ansatz als Grundlage für das E-Commerce-Setup sind in der Regel monolithische E-Commerce-Lösungen gemeint, die die meisten Funktionen und Features wie Frontend, CRM oder Inventarverwaltung in einer Software vereinen. Unternehmen setzen hier zum größten Teil auf die Technologie eines einzigen Anbieters. In der Vergangenheit waren E-Commerce-Suiten als On-Premise-Lösungen beliebt. Moderne E-Commerce-Plattformen bieten ihre Dienste mit integrierten Apps in der Cloud an.

Vorteile einer E-Commerce-Suite:

  • Einfache Einrichtung: Da mit monolithischer E-Commerce-Software zunächst alle Funktionen und Features in einem einzigen System integriert sind, kann das Zeit und Kosten für die Integration reduzieren.
  • Eigenständig weiterentwickeln: Gibt es eine fähige IT-Mannschaft an Bord - mit freien Ressourcen - kann sie die Implementierung verantworten, die Software an die bestehenden ERP oder Datenbank-Systeme anpassen sowie eigenständig erweitern, beispielsweise bei einem Open-Source-System.
  • Klare Kostenentwicklung: Es wird in der Regel nicht nach Nutzung abgerechnet. Das macht die Kosten mit Lizenzgebühren, Hosting etc. planbarer.

Nachteile mit einer einzigen Plattform:

  • Mit der Zeit zu komplex: Eigenentwicklungen und Altlasten machen Updates schwierig, zeitintensiv und teuer - oder sogar unmöglich, sodass Suiten mit der Zeit als Alt-System ihr Dasein fristen.
  • Höhere Total-Cost-of-Ownership: Durch hohe Update- oder Wartungskosten in Form von Personalressourcen
  • Unflexibel: Anpassung an spezifische Geschäftsbedürfnisse schwierig
  • Skaliert nicht mit: Das System schränkt Unternehmen ein, die wachsen wollen und viele Innovationszyklen haben
  • IT als Flaschenhals: Abhängigkeit von der IT und den Ressourcen ist sehr hoch
  • Zu hohe initiale Kosten: Lizenzmodelle mit einem bestimmten Funktionsumfang, auch wenn diese Funktionen am Anfang vielleicht noch nicht gebraucht werden

Best-of-Breed-Ansatz:

Beim Best-of-Breed-Ansatz wählen Unternehmen für jede einzelne Funktion oder jeden Anwendungsbereich in ihrem Shop die besten und passendsten Anbieter aus. Es gibt also einzelne Lösungen zum Beispiel für Payment, den Produktkatalog oder die Suche im Shop. Aus den einzelnen Tools ergibt sich ein komplettes E-Commerce-System, das auf die individuellen Anforderungen zugeschnitten ist. Deswegen spricht die Branche auch von "Composable Commerce". Besonders wichtig ist bei dieser Architektur, dass alle Teilstücke zusammenarbeiten. Best-of-Breed gibt es daher nicht ohne APIs und Microservices: Die Integrationsfähigkeit der modularen Bausteine ist über die Schnittstellen essentiell.

Vorteile mit einer Best-of-Breed-Architektur:

  • Skalieren können: Best-of-Breed-Systeme sind cloudbasiert und auf Wachstum ausgelegt
  • Geschäftsprozesse effektiver gestalten und flexibel bleiben: Funktionen modular nach Bedarf hinzufügen
  • Dienste einfach warten: Einzelne Services können unabhängig voneinander aktualisiert werden (und beeinträchtigen nicht das ganze System)
  • Ressourcen sparen: Das System hängt nicht von der eigenen IT-Abteilung ab und Programmierkenntnisse sind häufig nicht nötig
  • Höhere User Experience: Egal ob Marketing- oder die Development-Abteilung, Teams können unabhängig voneinander mit den Lösungen arbeiten, die auch wirklich zu ihren Anforderungen passen
  • Schnell reagieren: Bei neuen Anforderungen das System einfach anpassen
  • Auf die Zukunft setzen: Mit modernem Code und API-basierten Technologien

Gibt es Nachteile mit Best-of-Breed-Lösungen?

Best-of-Breed-Systemen haftet an,
  • in der Wartung komplex und
  • bei den Kosten höher und unvorhersehbarer zu sein - auch aufgrund der nutzungsbasierten Preisgestaltung.
Bei genauer Betrachtung halten sich diese Vorurteile aber nicht. Die Wartung ist in der Regel nicht komplex, da Updates automatisch erfolgen und das gesamte System dank APIs weiter kompatibel und funktionstüchtig bleibt - selbst wenn ein Baustein ausgedient hat. Voraussetzung ist: Die Spezialsysteme passen zusammen und sind sauber verknüpft.

Und die Kostenentwicklung? Die Kosten entwickeln sich in der Regel mit dem Unternehmenserfolg. Durch den modularen Aufbau haben Unternehmen außerdem in der Hand, welche Funktionen sie brauchen und für welche Dienste sie zahlen möchten. Das kann vor allem die initialen Kosten niedrig halten.

Für wen ist welcher Ansatz geeignet?

Klar ist, dass es nicht den einen perfekten Tech-Stack im E-Commerce gibt. Jedes Unternehmen muss für sich prüfen, mit welcher Architektur sich die eigenen Anwendungsfälle besser entwickeln können.
  • Mit welchem System entstehen entscheidende Mehrwerte, sowohl für das Unternehmen als auch für Nutzer.
  • Welche digitalen Kanäle möchte ich bespielen und unterstützt mich das System dabei?
  • Habe ich viele Innovationszyklen und muss ich schnell auf neue Anforderungen reagieren?
  • Wie fühlt sich die User Experience an?
  • Arbeiten die Kollegen gerne mit der Software?
  • Ist die Lösung offen für Integrationen?
  • Welche bestehenden Systeme gibt es schon, die kompatibel sein müssen?
  • Welche Ressourcen habe ich in der IT frei?
  • Wo wollen wir in zwei bis drei Jahren hin?
Wie lässt sich also die beste Technologie-Entscheidung treffen? Wir haben bei der Digitalagentur kernpunkt   aus Köln nachgefragt. Für Matthias Steinforth, Gründer und Geschäftsführer, ist klar:
"Vor der Entscheidung sollten Unternehmen sich über ihre spezifischen Anforderungen und Ziele klar werden - das ist oft gar nicht so einfach. Unseren Kunden helfen wir daher dabei, eine umfassende Bedarfsanalyse durchzuführen und Prioritäten zu definieren. Auf dieser Basis leiten wir eine Empfehlung für eine mögliche Systemarchitektur ab."
Aus diesem Grund setzt kernpunkt dabei auf den Best-of-Breed-Ansatz:

"Die Kombination der besten verfügbaren Technologien bietet die beste Lösung für Kunden. Wir haben festgestellt, dass spezialisierte Anbieter in der Regel über ein tieferes Know-how und spezifischere Funktionen verfügen als All-in-One-Plattformen. Die Bedeutung von Best-of-Breed wird in Zukunft weiter zunehmen. Die Technologielandschaft verändert sich schnell und Unternehmen müssen sich direkt anpassen können. Best-of-Breed-Technologien bieten im Sinne der MACH-Architektur eine flexible und skalierbare Lösung, mit der Unternehmen schnell und effektiv auf neue Herausforderungen reagieren können. Darüber hinaus ermöglichen MACH-Technologien eine nahtlose Integration neuer Anwendungen, die Unternehmen helfen können, ihre E-Commerce-Prozesse zu optimieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern." (Anm. d. Redaktion: MACH   steht für Microservices, API-first, Cloud-basiert und Headless.)

In unserer Kategorie Shop-Tech informieren wir regelmäßig über neue und innovative Technologien und Themen für Entscheider im E-Commerce. Diese Rubrik wird unterstützt von der Digitalagentur kernpunkt   .
Judith Geuking

Über die Autorin:

Judith Geuking ist Online-Redakteurin und Content-Strategin für SaaS-Startups und Unternehmen mit digitalen Geschäftsmodellen. Sie beschäftigt sich mit neuen Technologien und Lösungen, die die Arbeit einfacher machen und für bessere digitale Erfahrungen in Online-Shops und Co. sorgen - auf Unternehmens- wie auch auf Nutzer-Seite.
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