"Spielraum für Investitionen": Paket-Zusteller Hermes holt Advent an Bord

11.08.2020

 (Bild: NH-Pressebild)
Bild: NH-Pressebild
Bild: NH-Pressebild unter Creative Commons Lizenz
Die Beteiligungsgesellschaft Advent   steigt bei der Otto-Tochter Hermes   ein. Konkret übernimmt Advent demnach 25 Prozent der Geschäftsanteile an Hermes Germany sowie zusätzlich 75 Prozent an Hermes UK. Mit diesem Schritt will der Logistik-Dienstleister Hermes seine Marktposition in Europa ausbauen   .
Kay Schiebur
Kay Schiebur (Bild: Otto Group)
"Die Partnerschaft mit Advent gibt Spielraum für wichtige Investitionen und schafft damit Voraussetzungen für Wachstum", argumentiert Kay Schiebur (siehe Foto links), der seit Frühjahr 2018 ein Konzern-Vorstand der Otto-Gruppe   ist und hier das Ressort Services   verantwortet, wo die nationalen und internationalen Logistik-Aktivitäten des Handelskonzerns angesiedelt sind. Finanzielle Details zum Deal verrät die Otto-Gruppe nicht. Der Transaktion müssen zudem die Kartellbehörden zustimmen, bevor aus der Vereinbarung zwischen der Otto-Gruppe und Advent auch offiziell ein Deal werden kann. Weil der E-Commerce ungebremst boomt, will Hermes sein Personal aufstocken. Dazu soll der Paket-Zusteller in eine "bessere Zustellqualität und weitere Services" investieren - so der offizielle Wortlaut. Hermes Germany und Hermes UK werden operativ weiter von den bestehenden Management-Teams geführt. Der Einstieg von Advent bei Hermes Germany betrifft außerdem den auf Same-Day-Delivery spezialisierten Paket-Zusteller Liefery   , an dem die Otto-Gruppe ja seit Frühjahr 2017 mehrheitlich beteiligt   ist - sowie den Anteil von Hermes Germany an dem Paketkasten-Anbieter ParcelLock   , der Paketkästen betreibt, über die sich Sendungen von verschiedenen Zustellern empfangen   lassen. Von der Partnerschaft unberührt bleiben dagegen Unternehmen, die nicht in der Paketzustellung aktiv sind - wie zum Beispiel Hermes Fulfilment (Warehousing) oder auch der Hermes Einrichtungs-Service.
alle ThemenTags/Schlagwörter: