Infrastruktur

BSI und Schwarz Digits schmieden Allianz für souveräne Cloud

von Dominik Grollmann

16.02.2026 Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und Schwarz Digits vereinbaren eine strategische Kooperation zur Entwicklung souveräner Cloud-Angebote für die öffentliche Verwaltung. Die Partnerschaft soll Sicherheitsstandards, Interoperabilität und Anbieterwechsel stärken.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und Schwarz Digits vereinbaren im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz 2026 eine strategische Kooperation zur Entwicklung souveräner Cloud-Angebote für die öffentliche Verwaltung. v.li.n.re.: Rolf Schumann (Co-CEO Schwarz Digits), BSI-Präsidentin Claudia Plattner und Christian Müller (Co-CEO Schwarz Digits)
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik   (BSI) und Schwarz Digits  , die IT-Sparte der Schwarz Gruppe, haben im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz eine strategische Kooperation zur Entwicklung souveräner Cloud-Lösungen vereinbart. Die Lösungen sollen perspektivisch auch in Bundes- und Landesverwaltungen eingesetzt werden können.

Geplant sind unter anderem regelmäßige gegenseitige Hospitationen. Ziel ist es, Sicherheitsanforderungen, technologische Entwicklung und industrielle Umsetzung enger zu verzahnen. Für Marketer und Agenturen mit öffentlicher Hand als Kundin gewinnt damit das Thema digitale Souveränität weiter an strategischer Relevanz.

Claudia Plattner betont die sicherheitspolitische Dimension der Partnerschaft. "Deutschland und Europa brauchen darauf eine starke Antwort", so die Präsidentin des BSI. Die Kooperation mit Schwarz Digits soll dazu beitragen, innovative und leistungsfähige Produkte mit zeitgemäßen Sicherheits- und Souveränitätseigenschaften bereitzustellen.

Souveränität als strategischer Wettbewerbsfaktor

Für Schwarz Digits CEO ist die Kontrolle über eigene Daten und Systeme Voraussetzung für digitale Freiheit. Ziel sei es, einen technischen Vendor-Lock-in für die Verwaltung dauerhaft auszuschließen. Sein Co-CEO Christian Müller verweist auf die technologische Grundlage: Kontrollschichten nach dem Zero-Trust-Prinzip sowie Interoperabilität durch Open-Source-Technologien.

Das BSI verfolgt beim Thema digitale Souveränität eine Doppelstrategie: Einerseits soll der europäische Markt gestärkt werden, andererseits werden auch außereuropäische Produkte so eingebettet, dass eine sichere und selbstbestimmte Nutzung möglich ist. Die bestehenden Kooperationsvereinbarungen umfassen laut Behörde keine Vergabe- oder Implementierungsentscheidungen.
alle Optionen Mitglied werden auf neuhandeln

Abonnieren Sie unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter!

Verwandte Beiträge zu diesem Beitrag
alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema:
Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema: