Logistik

Amazon Italien: Vergleich kostet 180 Millionen Euro

von Dominik Grollmann

08.12.2025 Der US-Konzern Amazon hat in Italien einen 180 Millionen Euro schweren Vergleich geschlossen - Grund waren Ermittlungen wegen der Umgehung von Steuerregeln und illegalen Arbeitspraktiken in der Logistiksparte.

 (Bild: tpsdave/Pixabay)
Bild: tpsdave/Pixabay
Der italienische Amazon  -Ableger hat einem Reuters-Bericht zufolge rund 180 Millionen Euro an die nationale Steuerbehörde gezahlt, um einen Rechtsstreit beizulegen. Außerdem hat das Unternehmen ein umstrittenes Überwachungssystem für seine Zusteller abgeschafft, das von der Staatsanwaltschaft als illegale Arbeitspraktik eingestuft wurde. Zuvor hatten die Mailänder Ermittlungsbehörden bereits rund 121 Millionen Euro von Amazon beschlagnahmt.

Im Zentrum der Ermittlungen stand der Vorwurf, dass Amazon im Bereich der Logistik Arbeits- und Steuerregeln umgangen haben sollen, indem sie über ein Geflecht ihr Personal über ein Geflecht von Drittunternehmen bereitstellten und dadurch Umsatzsteuer sowie Sozialabgaben reduzierten.

Nicht nur Amazon im Fokus

Die Mailänder Staatsanwaltschaft untersucht seit längerem Arbeits- und Steuerpraktiken großer Logistik- und Handelsunternehmen. Betroffen sind unter anderem italienische Einheiten von DHL  , FedEx    sowie UPS    und die Supermarktkette Esselunga  . Insgesamt mussten in den vergangenen zwei Jahren mehr als dreißig Unternehmen wegen ähnlichen Vorwürfen solche Vergleiche schließen, die mehr als eine Milliarde Euro an Nachzahlungen einbrachten.
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