MediaMarktSaturn: Stellenabbau ist beschlossene Sache
13.08.2020 Ceconomy baut den MediaMarktSaturn-Konzern um und streicht im Rahmen der geplanten Maßnahmen bis zu 3.500 Stellen. Der Aufsichtsrat genehmigte nun die Umstrukturierung. Von den Lockdownmaßnahmen hat sich Ceconomy indes bereits erholt und profitiert insbesondere vom boomenden Onlinegeschäft.
Als Folge der rückläufigen Nachfrage während der Corona-Pandemie werden europaweit 14 defizitäre Stores dauerhaft geschlossen, weitere Schließungen sind in Planung. Bis zu 3.500 Arbeitsplätze werden dabei in den kommenden zwei bis drei Jahren abgebaut - vorwiegend im europäischen Ausland. Im Juli war bereits bekannt geworden, dass Ceconomy alle Saturn Stores in Österreich schließt und am österreichischen Markt nur noch mit der Marke MediaMarkt auftritt. Durch die Implementierung der Maßnahmen rechnet Ceconomy mit Einsparungen von rund 100 Mio. Euro.
Nachdem der Konzern im April noch einen Überbrückungskredit der KfW in Höhe von 1,7 Mrd. Euro bewilligt bekommen hatte, hatte er sich nach dem Lockdown schnell wieder erholt. Ceconomy gibt an, dass der durch Covid-19-bedingte Umsatzrückgang inzwischen vollständig kompensiert werden konnte. Im Juni lagen die Umsätze mit 1,75 Mrd. Euro bereits wieder 12 Prozent über dem Vorjahreswert. Grund für das Wachstum ist das boomende Onlinegeschäft, das im dritten Jahresquartal ein Umsatzplus von 145 verzeichnete und mehr als ein Drittel des gesamten Konzernumsatzes ausmachte. Seit März gab es zudem fast drei Millionen Neukunden-Registrierungen in den Webshops von MediaMarkt und Saturn.
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