Verbraucher

Schulden bei Onlinehändlern steigen leicht

von Dominik Grollmann

18.11.2025 Immer mehr überschuldete Deutsche haben offene Rechnungen bei Online- und Versandhändlern. Besonders jüngere Personen und Frauen sind anteilig stärker betroffen, zeigt die aktuelle Statistik des Statistischen Bundesamts.

 (Bild: Nicola Barts, Pexels)
Bild: Nicola Barts, Pexels
Im Jahr 2024 hatten 29 Prozent der rund 577.400 Personen, die Hilfe bei einer Schuldnerberatungsstelle suchten, Schulden bei Online- und Versandhändlern. Damit stieg der Anteil gegenüber 2019 um zwei Prozentpunkte (von 27 Prozent). Die durchschnittliche Schuldenlast bei diesen Händlern lag bei 644 Euro, was lediglich zwei Prozent der gesamten durchschnittlichen Verschuldung von 32.976 Euro ausmacht.

Besonders junge Erwachsene sind häufiger betroffen: Bei den 20- bis 24-Jährigen wiesen 40 Prozent Zahlungsrückstände bei Online- und Versandhändlern auf, bei den 25- bis 34-Jährigen waren es 37 Prozent und bei den 55- bis 64-Jährigen 23 Prozent.

Frauen und Jüngere besonders betroffen

Überschuldete Frauen sind häufiger und höher bei Onlinehändlern verschuldet als Männer. 36 Prozent der Frauen hatten 2024 offene Rechnungen bei Online- und Versandhändlern, bei den Männern betrug der Anteil 24 Prozent. Die durchschnittliche Schuldenlast lag bei Frauen bei 834 Euro, bei Männern bei 463 Euro.

Die Ergebnisse beruhen auf Angaben von 737 der insgesamt rund 1.380 Schuldnerberatungsstellen in Deutschland zu etwa 182.000 beratenen Personen. Die Teilnahme war freiwillig, die Daten wurden auf die Gesamtzahl aller Ratsuchenden hochgerechnet.
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