KI-Chatbots fördern Kaufbereitschaft
13.08.2026 KI-Chatbots werden für viele Verbraucher in Deutschland zum Einkaufsberater. 69 Prozent können sich vorstellen, auf Empfehlung eines KI-Chatbots einzukaufen. Sehr hoch ist die Offenheit bei Reisen und Food.
Werbung bleibt im Tausch gegen Vorteile akzeptiert
Auch beim Geschäftsmodell mobiler Apps zeigt sich eine klare Präferenz für werbefinanzierte Angebote. 80 Prozent der Befragten gaben an, lieber Werbung zu erhalten, als für Nutzungsvorteile zu bezahlen. Besonders gefragt sind Rabatte mit 61 Prozent, zusätzliche Leben in Spielen mit 57 Prozent und zusätzliche Inhalte mit 56 Prozent. Westermann sieht darin Rückenwind für digitale Werbemodelle, sofern die Ansprache relevant bleibt: "Die Leute schauen lieber Werbung, als für Inhalte zu bezahlen, 80 Prozent entscheiden sich klar für ein werbefinanziertes Modell. Das ist ein klares Votum."44 Prozent der Befragten erklärten allerdings auch, sich mit ihren Daten auf keiner Plattform wirklich sicher zu fühlen. Nur 16 Prozent halten staatliche Regulierung für den wirksamsten Schutz. Häufiger setzen Verbraucher auf eigene Maßnahmen wie das Ablehnen von Cookies oder die Nutzung des Inkognito-Modus.
Vorbehalte gegen sichtbar KI-generierte Werbung
Trotz der Offenheit für KI-gestützte Produktempfehlungen bleibt die Skepsis gegenüber sichtbar KI-generierter Werbung groß. 35 Prozent würden nach eigenen Angaben das Vertrauen in eine Marke verlieren, wenn sie wüssten, dass deren Werbung KI-generiert ist. Für 34 Prozent würde sich die Wahrnehmung nicht verändern, 19 Prozent würden die Anzeige dadurch sogar mehr genießen, 12 Prozent sind unentschlossen. Besonders ausgeprägt ist der Vertrauensverlust bei den 18- bis 24-Jährigen, von denen 45 Prozent entsprechend antworteten.Die Studie wurde im Auftrag der Verve Group durchgeführt. Censuswide befragte dafür 2.000 Menschen ab 18 Jahren in Deutschland. Die Feldarbeit lief vom 28. Mai bis zum 1. Juni 2026.
Abonnieren Sie unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter!

