Trends

Nonfood-Discounter ziehen immer mehr Kunden an

von Dominik Grollmann

30.04.2026 Nonfood-Discounter wie Action, TEDi und KiK werden für viele VerbraucherInnen zur festen Einkaufsadresse. Besonders Jüngere verlagern ihre Käufe zunehmend zu Billiganbietern - und setzen damit Fachhandel und Innenstädte unter Druck.

 (Bild: SXC.hu/tom ashmore)
Bild: SXC.hu/tom ashmore
Billiganbieter wie Temu und Shein sind nicht nur im Onlinehandel ein Trend - Nonfood-Discounter gewinnen im Einkaufsalltag vieler KonsumentInnen generell an Bedeutung, zeigt der neue Trend Check Handel   des ECC KÖLN  . Rund 23 Prozent der Befragten haben in den vergangenen zwei Jahren häufiger bei stationären Nonfood-Discountern eingekauft. Bei den 18- bis 29-Jährigen liegt der Anteil sogar bei 45 Prozent.

Preview von Nonfood-Discounter - Kauf- und Bestellhäufigkeit

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Auch weiteres Wachstum ist möglich: Mehr als ein Viertel der bisherigen Nicht-KäuferInnen kann sich vorstellen, künftig bei Nonfood-Discountern einzukaufen. Für HändlerInnen ist vor allem relevant, dass die Anbieter nicht nur Zusatzkäufe auslösen, sondern Einkäufe aus anderen Kanälen abziehen.

TEDi und Action punkten bei Jüngeren

Bei der Bekanntheit liegt KiK    mit 95 Prozent vorn, gefolgt von TEDi   und Woolworth  . Bereits 65 Prozent der KonsumentInnen haben bei KiK und TEDi eingekauft. Jüngere KundInnen nutzen besonders häufig TEDi und Action  , jeweils 64 Prozent dieser Altersgruppe haben dort bereits gekauft.

Besonders gefragt sind Dekoartikel mit 57 Prozent, Schreib- und Spielwaren mit 54 Prozent sowie Haushaltswaren mit 44 Prozent. Jüngere greifen zudem überdurchschnittlich oft zu Do-it-yourself-Produkten: 57 Prozent haben solche Artikel bei Nonfood-Discountern gekauft.

Die Werbewahrnehmung bleibt dennoch moderat. Knapp jedeR Dritte hat bereits Werbung von Action und KiK gesehen, bei TEDi sind es 26 Prozent, bei Woolworth 17 Prozent. Action erreicht VerbraucherInnen vergleichsweise stark über soziale Medien, vor allem über Instagram und YouTube.

Fachhandel verliert Einkaufsanlässe

38 Prozent der KonsumentInnen sagen, dass der Einkauf im Nonfood-Discounter einen Innenstadtbesuch ersetzt. Bei den Jüngeren sind es 55 Prozent. Besonders in den Sortimenten Do-it-yourself, Saisonware, Dekoration sowie Schreib- und Spielwaren werden Käufe in Richtung Nonfood-Discounter verlagert.

Gleichzeitig geraten die Discounter selbst stärker unter Druck: 23 Prozent der KonsumentInnen und 48 Prozent der Jüngeren kaufen Produkte, die sie früher bei Nonfood-Discountern erworben haben, inzwischen häufiger über Asia-Plattformen wie Temu  .
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