Ebay streicht weitere 1.100 Stellen - trotz kräftigem Kursplus
22.10.2026 Ebay baut erneut Personal ab und streicht rund neun Prozent seiner Belegschaft. Dabei läuft es für den Konzern an der Börse ausgesprochen gut. Künftig will sich Ebay noch stärker auf wachstumsstarke Handelssegmente konzentrieren.
Mit dem erneuten Personalabbau will Ebay seine Organisationsstruktur vereinfachen und Ressourcen gezielter in wachstumsstarke Geschäftsbereiche verlagern. Konzernchef Jamie Iannone begründet den Schritt damit, dass das Unternehmen seine Investitionen stärker priorisieren müsse.
Luxusartikel und Gebrauchtwaren im Fokus
Die Stellenstreichungen erfolgen trotz einer positiven Geschäftsentwicklung an der Börse. Seit Jahresbeginn ist die Ebay-Aktie um fast 40 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Der amerikanische Aktienindex S&P 500 legte im selben Zeitraum um rund zwölf Prozent zu.Strategisch konzentriert sich Ebay zunehmend auf margenstärkere Handelssegmente. Dazu zählen insbesondere authentifizierte Luxusartikel, Sammlerstücke und generalüberholte Produkte. Mit diesen Kategorien will sich der Marktplatz stärker vom Wettbewerb abheben und zahlungskräftige KundInnen ansprechen.
Diese Ausrichtung unterstreicht auch die Übernahme der Secondhand-Modeplattform Depop für 1,4 Milliarden Dollar. Damit stärkt Ebay seine Position im Markt für gebrauchte Mode und erweitert seine Reichweite bei jüngeren Zielgruppen.
Weitere Geschäftszahlen stehen bevor
Trotz des Personalabbaus hatte Ebay bei der letzten Zahlenvorlage im August einen Umsatz für das dritte Quartal in Aussicht gestellt, der über den Erwartungen der Analysten lag. Neue Geschäftszahlen will der Konzern in der kommenden Woche veröffentlichen.Für Aufmerksamkeit sorgte zuletzt auch ein Übernahmeangebot von GameStop-Chef Ryan Cohen . Dieser hatte im Mai 56 Milliarden Dollar für Ebay geboten. Der Konzern lehnte das unaufgeforderte Angebot allerdings ab.
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