Handel International

Ebay streicht weitere 1.100 Stellen - trotz kräftigem Kursplus

von Dominik Grollmann

22.10.2026 Ebay baut erneut Personal ab und streicht rund neun Prozent seiner Belegschaft. Dabei läuft es für den Konzern an der Börse ausgesprochen gut. Künftig will sich Ebay noch stärker auf wachstumsstarke Handelssegmente konzentrieren.

 (Bild: NH-Pressebild)
Bild: NH-Pressebild
Bild: NH-Pressebild unter Creative Commons Lizenz
Der Online-Marktplatz Ebay    streicht weltweit rund 1.100 Stellen und damit neun Prozent seiner Belegschaft. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters  . Bereits im Februar hatte der Konzern etwa 800 Arbeitsplätze abgebaut. Damit fallen innerhalb eines Jahres rund 1.900 Stellen weg.

Mit dem erneuten Personalabbau will Ebay seine Organisationsstruktur vereinfachen und Ressourcen gezielter in wachstumsstarke Geschäftsbereiche verlagern. Konzernchef Jamie Iannone   begründet den Schritt damit, dass das Unternehmen seine Investitionen stärker priorisieren müsse.

Luxusartikel und Gebrauchtwaren im Fokus

Die Stellenstreichungen erfolgen trotz einer positiven Geschäftsentwicklung an der Börse. Seit Jahresbeginn ist die Ebay-Aktie um fast 40 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Der amerikanische Aktienindex S&P 500 legte im selben Zeitraum um rund zwölf Prozent zu.

Strategisch konzentriert sich Ebay zunehmend auf margenstärkere Handelssegmente. Dazu zählen insbesondere authentifizierte Luxusartikel, Sammlerstücke und generalüberholte Produkte. Mit diesen Kategorien will sich der Marktplatz stärker vom Wettbewerb abheben und zahlungskräftige KundInnen ansprechen.

Diese Ausrichtung unterstreicht auch die Übernahme der Secondhand-Modeplattform Depop   für 1,4 Milliarden Dollar. Damit stärkt Ebay seine Position im Markt für gebrauchte Mode und erweitert seine Reichweite bei jüngeren Zielgruppen.

Weitere Geschäftszahlen stehen bevor

Trotz des Personalabbaus hatte Ebay bei der letzten Zahlenvorlage im August einen Umsatz für das dritte Quartal in Aussicht gestellt, der über den Erwartungen der Analysten lag. Neue Geschäftszahlen will der Konzern in der kommenden Woche veröffentlichen.

Für Aufmerksamkeit sorgte zuletzt auch ein Übernahmeangebot von GameStop-Chef Ryan Cohen  . Dieser hatte im Mai 56 Milliarden Dollar für Ebay geboten. Der Konzern lehnte das unaufgeforderte Angebot allerdings ab.
alle Optionen Mitglied werden auf neuhandeln

Abonnieren Sie unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter!

alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema:
 (Michael Sahlender)
Bild: Michael Sahlender
Michael Sahlender
(Mirakl)

Best Practices: Selbst Marktplatz werden - Von Douglas, Home24, Conrad Electronic lernen

Wie der Sprung zum eigenen Marktplatz gelingt und welche Schritte Sie für den Launch eines eigenen Marktplatzes berücksichtigen müssen, zeigt Ihnen dieses Webinar anhand von Best Practices erfahrener Unternehmen.

Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema: