Logistik

Bei Otto und Hermes sollen künftig Roboter Päckchen schubsen

14.09.2023 Die Otto Group hat eine strategische Partnerschaft vereinbart mit Boston Dynamics, dem Hersteller von hundeähnlichen lauffähigen Robotern. Damit will der Onlinehändler seine Logistikabläufe automatisieren.

Der Hermes-Roboter (vorne), Robert Playter, CEO Boston Dynamics (links) und Kay Schiebur, Vorstand Services der Otto Group (rechts) über die künftige Arbeitsverteilung im Onlinehandel. Aktuell sollen die Vorstandspositionen noch von Menschen besetzt werden. (Bild: Ottogroup)
Bild: Ottogroup
Der Hermes-Roboter (vorne), Robert Playter, CEO Boston Dynamics (links) und Kay Schiebur, Vorstand Services der Otto Group (rechts) über die künftige Arbeitsverteilung im Onlinehandel. Aktuell sollen die Vorstandspositionen noch von Menschen besetzt werden.
In den kommenden zwei Jahren soll eine Flotte von Boston Dynamics Spot-Robotern   in mehr als 10 und Stretch-Robotern   in mehr als 20 Logistikzentren der Otto Group   , beginnend mit Hermes Fulfilment   , eingesetzt werden. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die betriebliche Effizienz sowie die Arbeitssicherheit zu steigern und die Attraktivität von Lagerarbeiten angesichts des Fachkräftemangels zu erhöhen.

Im Rahmen der Vereinbarung wird Spot, der vierbeinige mobile Roboter von Boston Dynamics, bei Tunnelinspektionen und präventiven Wartungsaktivitäten für Betriebsanlagen unterstützen, einschließlich thermischer Überwachung, Ablesen von analogen Messgeräten und akustischer Erkennung von Luft- und Gaslecks. Die Spot-Flotte soll zudem autonome Missionen durchführen und Daten für Maschinelles Lernen sammeln, um durch die Überwachung von Notausgängen und dem Erkennen von Veränderungen in den Lagerregalen die Logistikzentren der Otto Group sicherer zu machen.

Darüber hinaus wird die Otto Group auch Stretch einsetzen, den Boston Dynamics-Roboter zum Transport von Kisten, der für Lageranwendungen entwickelt wurde. Stretch wird im nächsten Jahr mit der Entladung von Containern in 10 Sortieranlagen beginnen, mit dem Ziel, alle Standorte bis Ende 2025 in Betrieb zu nehmen.

Die Otto Group   will ein Schulungsprogramm anbieten, um ihre Mitarbeitenden für die Arbeit mit Robotik und KI zu qualifizieren. Mehr als 10.000 Menschen haben bisher die virtuellen Schulungen des Unternehmens durchlaufen. Ergänzt wird dies durch Schulungen vor Ort.

Bereits im Mai 2023 hatte Otto angekündigt, KI-gesteuerten Roboter von Covariant   für eine Vielzahl manueller Fulfillment-Tätigkeiten einsetzen zu wollen, vor allem für solche, die bislang noch eine Hand-Augen-Koordination erfordern.
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