Kaufabbrüche im Onlinehandel auf Rekordniveau
29.01.2026 Immer mehr Online-Käufe scheitern kurz vor dem Abschluss. Eine neue Auswertung zeigt, dass Nutzer schneller entscheiden, häufiger abspringen und insbesondere mobil sowie am Wochenende den Checkout abbrechen.
Die Daten deuten darauf hin, dass der zunehmende Wettbewerbsdruck und intensiveres Vergleichen die Loyalität gegenüber einzelnen Shops weiter verringern. Nutzer prüfen Angebote schneller und wechseln häufiger, statt einen Kauf abzuschließen.
Mobile Nutzung und Wochenende als Risikofaktoren
Auffällig ist das deutlich gestiegene Entscheidungstempo. Die durchschnittliche Sitzungsdauer sank auf vier Minuten und sieben Sekunden und liegt damit rund 50 Sekunden unter dem Wert von 2023. NutzerInnen bewegen sich zielgerichteter durch Onlineshops und bewerten Angebote in kürzerer Zeit. Für Händler steigt damit der Anspruch an klare Strukturen, kurze Ladezeiten und einen vertrauenswürdigen Checkout, da Unsicherheiten kaum noch akzeptiert werden.Besonders hoch sind die Abbruchraten auf mobilen Endgeräten. iPhone-Nutzer brechen Käufe mit 73,08 Prozent am häufigsten ab, gefolgt von Android-Geräten mit 71,87 Prozent. Auch Tablet-Nutzer zeigen hohe Abbruchquoten, während Desktop-Käufe vergleichsweise seltener scheitern. Die Analyse bestätigt damit, dass mobile Nutzung zwar dominiert, aber zugleich die größten Risiken für Kaufabbrüche birgt.
Auch der Zeitpunkt beeinflusst das Kaufverhalten. Im Wochenverlauf steigt die Abbruchquote an und erreicht am Samstag mit 72,77 Prozent ihren Höchstwert. Zu Wochenbeginn liegen die Werte niedriger. Das spricht dafür, dass NutzerInnen am Wochenende häufiger größere oder weniger dringende Anschaffungen prüfen und intensiver vergleichen, bevor sie den Kauf abbrechen oder vertagen.
Abonnieren Sie unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter!

