Wegen Datenpanne: Conrad Electronic bittet Kunden um Entschuldigung

20.11.2019

 (Bild: NH-Pressebild)
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Bild: NH-Pressebild unter Creative Commons Lizenz
Beim deutschen Elektronik-Spezialisten Conrad   hat es eine Datenpanne gegeben. Demnach haben Unbekannte auf Teile des IT-Systems beim Multichannel-Händler zugegriffen, wie das Unternehmen mitteilt. Möglich sei das durch die "Ausnutzung einer Sicherheitslücke" gewesen. Diese hätte Conrad zum einen aber bereits identifizieren und dadurch schließen können. Zum anderen gebe es nach einer "gründlichen Untersuchung" keine Hinweise, dass Daten bisher missbräuchlich verwendet wurden.
Conrad Filiale
Filiale von Conrad (Bild: Conrad)
Dennoch könnten aber Daten entwendet worden sein, zu denen zum Beispiel E-Mail-Adressen von Conrad-Kunden gehören. Denkbar wäre, dass diese noch Spam-Mails erhalten. Conrad rät Kunden daher jetzt grundsätzlich dazu, vorsichtig mit verdächtigen E-Mails umzugehen. Das sei zum Beispiel der Fall, wenn Kunden dazu aufgefordert werden, Anhänge in einer E-Mail zu öffnen. "Wir bedauern sehr, dass es zu dieser Datenpanne gekommen ist und bitten unsere Kunden aufrichtig um Entschuldigung", erklärt stellvertretend Werner Conrad, Chief Executive Officer (CEO) von Conrad Electronic. Wegen dem Vorfall hat Conrad bereits Strafanzeige beim Landeskriminalamt gestellt und zudem das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht informiert. Aus Sicht der Behörden sei es laut Conrad Electronic an sich zwar nicht erforderlich, dass der Händler öffentlich über die Datenpanne berichtet. Conrad Electronic habe sich jetzt trotzdem für diesen Weg entschieden, um so seine "Kunden und die Öffentlichkeit im Sinne eines guten und partnerschaftlichen Umgangs vorsorglich" zu informieren. Das Unternehmen „Conrad Electronic SE“ vertreibt vorwiegend Elektronik-Artikel und bedient Kunden über den Versandhandel (Internet und Katalog) und aktuell 20 stationäre Filialen in Deutschland.
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