Nach Schwarz-Übernahme: Real.de soll im nächsten Jahr zu Kaufland werden

06.10.2020

 (Bild: NH-Pressebild)
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Bild: NH-Pressebild unter Creative Commons Lizenz
Im Juni hatte ich auf neuhandeln.de berichtet, dass sich die Schwarz-Gruppe für die Online-Plattform Real.de   interessiert. Nun ist die geplante Übernahme   in trockenen Tüchern. So hat die Europäische Kommission die fusionskontrollrechtliche Freigabe erteilt und die Transaktion wurde jetzt vollzogen.
Real.de Kaufland
Real.de wird einmal zu Kaufland (Screenshot)
Für Kunden ändert sich trotzdem nichts. Zumindest auf absehbare Zeit. So können Verbraucher nach wie vor Produkte bestellen, die entweder vom Supermarkt selbst oder von Partnern geliefert werden. Denn Real.de ist als ein Online-Marktplatz konzipiert, der auch externen Händlern offen steht. Daher bleibt auch für Händler zunächst alles wie gehabt. So können Partner weiter ihre Artikel auf der Online-Plattform anbieten. Und wer noch nicht bei Real.de vertreten ist, kann sich jetzt nach wie vor registrieren und mit dem Online-Verkauf auf der E-Commerce-Plattform starten. Eine Änderung gibt es dann aber doch - und zwar sowohl für Kunden als auch für Verkäufer. Denn im kommenden Jahr 2021 soll der Online-Marktplatz einen neuen Namen erhalten und dann unter der Vertriebsmarke "Kaufland" betrieben werden. Dieses Ziel hatte die Schwarz-Gruppe zwar bereits im Sommer ausgerufen. Damals hieß es allerdings nur, dass die Gruppe den Online-Marktplatz Real.de "perspektivisch" unter einem neuen Namen betreiben will. Jetzt dagegen ist der Zeitplan konkreter.

Kaufland bislang ohne Online-Shop

Zur Schwarz-Gruppe aus Neckarsulm gehören unter anderem die zwei Lebensmittelhändler Kaufland (Vollsortiment) und Lidl (Discount). Während es bei Lidl bereits einen Online-Shop gibt, sucht man bei Kaufland aktuell so eine Einkaufsmöglichkeit vergeblich. Deshalb liegt es in der Tat auf der Hand, den bestehenden Online-Marktplatz Real.de umzubenennen und künftig mit Kaufland zu verschmelzen. Die Schwarz-Gruppe hat den Online-Marktplatz jetzt übernehmen können, weil der bisherige Mutter-Konzern Metro erst in diesem Jahr das SB-Warenhausgeschäft seiner Handelskette Real verkauft   hat.
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