E-Commerce erhöht Innovationsdruck auf Verpackungsmarkt

17.02.2022 Die steigende Nachfrage nach digitalem Einkaufen lässt auch den Bedarf an Verpackungsmaterialien in die Höhe schnellen. Gefragt sind in den kommenden Jahren insbesondere nachhaltige Verpackungslösungen.

 (Bild: Preis_King auf Pixabay)
Bild: Preis_King auf Pixabay
Laut der Studie 'Die europäische Verpackungsindustrie - Trends, Perspektiven und Erfolgsfaktoren in einem kompetitiven Marktumfeld' der Managementberatung Horváth führen der Onlinehandel und ein gesteigertes Interesse der VerbraucherInnen nach umweltfreundlichen Materialien zu Veränderungen auf dem Verpackungsmarkt.

"Branchenturbo sind und bleiben das Thema Nachhaltigkeit und die Anstrengungen der meisten Verpackungsunternehmen, umweltverträgliche Lösungen mit deutlich sichtbarer Erhöhung des Kundennutzens zu entwickeln", berichtet Studienautor Christoph Kopp. "Die Materialkompetenz und Ressourceneffizienz werden dabei Schlüssel zur Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb."

Entscheidend für die Entwicklung der Verpackungswirtschaft sind das erwachte Klimaschutzbewusstsein der Öffentlichkeit und die damit einhergehenden verschärften Vorgaben der Politik:
Stichworte wie Kreislaufwirtschaft, strenge Regulatorik und Klimaneutralität der produzierenden Industrie sind nicht neu, werden aber immer wichtiger für die Verpackungswirtschaft, die von KritikerInnen mit Vorwürfen der Ressourcenverschwendung und Müllproduktion konfrontiert ist. Das geänderte Konsumentenverhalten resultiert nicht nur in der Forderung nach mehr Nachhaltigkeit, sondern auch im Druck zu erhöhtem Produktionsausstoß aufgrund des gewachsenen E-Commmerce und tendenziell zu kleinerer Konfektionierung (Verpackungsgrößen).

Eine spannende Nische mit verstärkter Nachfrage sind "Smart Packaging"-Lösungen, für die es spezifisches Know-how benötigt. "Intelligente" Verpackungseigenschaften wie Rückverfolgbarkeit, spezifische Interaktion mit dem verpackten Produkt oder Sensorik-Anforderungen sind künftig Differenzierungsmerkmale, und es ist davon auszugehen, dass Produkt und Verpackung in Zukunft stärker zu einem Gesamtpaket verschmelzen.