B2B-Commerce: Interne Abstimmungen bremsen Digitalisierung aus
19.05.2026 Interne Abstimmungen zwischen Vertrieb, IT und Operations bremsen den B2B-Commerce stärker als der eigentliche Kundenkontakt. Eine Emporix-Studie zeigt: Digitale Touchpoints reichen nicht mehr, wenn dahinter manuelle Prozesse dominieren.
Der größte Zeitfresser auf Anbieterseite ist die interne Abstimmung zwischen Vertrieb, IT und Operations. 47,9 Prozent der Anbieter nennen diesen Punkt, gefolgt von Datenpflege mit 43,1 Prozent und Kundenservice-Prozessen mit 42,8 Prozent. Vollständig automatisierte Abläufe bleiben selten: Nur 2,4 Prozent der Unternehmen kommen auf einen manuellen Prozessanteil von unter zehn Prozent.
Einkaufsteams melden ähnliche Reibungsverluste
Auch auf Käuferseite entstehen hohe manuelle Aufwände. Besonders häufig nennen Einkaufsteams Angebotsprozesse mit 51,2 Prozent, interne Abstimmungen mit 47,6 Prozent und Auftragserfassung mit 40,5 Prozent. 53,6 Prozent berichten von regelmäßigen Unterbrechungen im Bestellprozess, etwa durch Rückfragen, fehlende Informationen oder Korrekturen."Viele Unternehmen halten sich für digitalisiert, weil ihre Vertriebskanäle digital sind. Der eigentliche Aufwand entsteht jedoch erst hinter dem Einstiegspunkt", sagt Mark Holenstein , CEO von Emporix.
Automatisierte Prozessausführung wird wichtiger
Für B2B-Anbieter rückt damit weniger die weitere Digitalisierung einzelner Kontaktpunkte in den Vordergrund, sondern die durchgängige Ausführung der Prozesse dahinter. Relevanz hat das vor allem für Unternehmen mit steigenden Transaktionsvolumina: Manuelle Übergaben zwischen Frontend, ERP, Vertrieb und Operations können Skalierung bremsen und die Customer Experience verschlechtern.Als Lösungsansatz nennt Emporix die Verknüpfung von ERP-Systemen, Vertrieb und Operations über KI-gestützte Prozesslogik. Ziel ist, Übergaben zwischen Systemgrenzen zu reduzieren und Commerce-Abläufe stärker automatisiert auszuführen.
Abonnieren Sie unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter!

