Betrug

Black Friday: Phishing-Attacken auf Einzelhändler nehmen zu

von Christian Gehl

25.11.2025 Amazon, Lindt, Rewe, Edeka und Obi zählen zu den beliebtesten Angriffszielen von Cyberkriminellen rund um das Rabatt-Event am 28. November. Mails, die zu gefälschten Händler-Seiten führen, sehen dabei immer echter aus.

 (Bild: Pixabay)
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Wer auf der Jagd nach Black-Friday-Schnäppchen ist, sollte besonders wachsam sein: Eine aktuelle Analyse von Darktrace  , einem britischen Unternehmen im Bereich KI-gestützter Cybersicherheit, zeigt, dass Phishing-Angriffe rund um das Einkaufsevent seit Anfang November 2025 um 620 Prozent zugenommen haben. Besonders auffällig ist ein Anstieg um 54 Prozent bei E-Mails, die bekannte Händler wie Lindt   , Rewe   , Edeka   oder Obi    imitieren. Amazon    ist die mit Abstand meistgefälschte Marke - 80 Prozent aller beobachteten Phishing-Angriffe auf globale Verbrauchermarken zielten auf das Amazon-Logo ab - deutlich vor anderen bekannten Marken wie Apple   , Netflix   oder PayPal   . Darktrace warnt: Das Bedrohungsniveau ist noch nicht auf dem Höhepunkt. Für die Black Week (22. bis 29. November) wird ein weiterer Anstieg um 20 bis 30 Prozent erwartet.

Die Daten basieren auf einer anonymisierten Analyse eingehender E-Mails bei Kundenunternehmen von Darktrace/Email  . Sie zeigen: Cyberkriminelle nutzen gezielt saisonale Anlässe und vertrauenswürdige Markennamen, um Konsumenten in die Falle zu locken.

Im November 2025 blockierte Darktrace eine Vielzahl von Phishing-Kampagnen, die von Domains wie "Pal.PetPlatz(dot)com" oder "Epicbrandmarketing(dot)com" ausgingen. Neben gefälschten Angeboten für Rolex-Uhren oder Louis-Vuitton-Taschen wurde vor allem eine fiktive Marke namens "Deal Watchdogs" missbraucht - angeblich ein Schnäppchenjäger-Service für Verbraucher. Diese E-Mails warben mit "unschlagbaren" Black-Friday-Deals bei Amazon und nutzten Social-Engineering-Taktiken, um Klicks zu provozieren. Wer auf den Link klickt, landet auf einer gefälschten Amazon-Seite, auf der persönliche Daten und Zahlungsinformationen abgegriffen werden.

"Der Posteingang in der Feiertagssaison ist ein bevorzugtes Jagdrevier für Betrüger", sagt Nathaniel Jones , VP Security & AI Strategy bei Darktrace. "Konsumenten erwarten Rabattcodes, Versandbenachrichtigungen und Sonderangebote - da fällt es kaum auf, wenn ein Fake darunter ist. Diese neuen Phishing-Kampagnen sehen nicht mehr aus wie die holprigen Betrugsversuche von früher. Sie sind oft professionell gestaltet, stimmen im Ton und kommen zur richtigen Zeit - das macht es extrem schwer, echte von gefälschten E-Mails zu unterscheiden."
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