Fahrradhandel

Rose Bikes steigert Umsatz auf 215 Millionen Euro

von Christian Gehl

11.03.2026 Trotz schwacher Nachfrage in Teilen der Fahrradbranche wächst Rose Bikes weiter. Besonders das Kerngeschäft mit Fahrrädern entwickelt sich deutlich stärker als der Gesamtumsatz.

Mit Unibet Rose Rockets fährt Rose Bikes im Profiradpsort mit. (Bild: Rose Bikes)
Bild: Rose Bikes
Mit Unibet Rose Rockets fährt Rose Bikes im Profiradpsort mit.
Der Omnichannel-Händler Rose Bikes    hat das Geschäftsjahr 2024/25 mit einem Umsatz von 215 Millionen Euro abgeschlossen und damit zwei Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahr.

Der Umsatz im Bike-Segment stieg im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023/24 um sieben Prozent und entwickelte sich damit stärker als das Gesamtgeschäft. Besonders gefragt waren Gravel- und Rennräder. Laut dem Unternehmen stärken technologische Weiterentwicklungen, moderne Plattformen und schnelle Produktentwicklung die Wettbewerbsposition in diesen Kategorien. Das Marktumfeld in der Fahrradbranche beschreibt Rose Bikes als "herausfordernd" aufgrund Konsumzurückhaltung und Sättigungstendenzen insbesondere in preisgetriebenen Volumensegmenten.

Ein wichtiger Faktor für eine stabile Unternehmensentwicklung sei daher die Stärkung der Marke, so Rose. Mit der Community "Rose Circle" will der Fahrradhersteller KundInnen stärker an sich binden. Zudem engagiert sich das Unternehmen erneut im Profiradsport. Das Team Unibet Rose Rockets   ist im internationalen Rennsport aktiv. Sportliche Erfolge des Teams um Bas Tietema , darunter ein Sieg beim Saisonauftakt der Clasica Comunitat Valenciana sowie eine Wildcard für den Giro d'Italia 2026, sollen die internationale Wahrnehmung der Marke stärken.

Parallel arbeitet Rose Bikes an strukturellen Verbesserungen. Eine modernisierte IT-Infrastruktur, ein neues ERP-System und stärker integrierte Logistikprozesse sollen Transparenz und Steuerung entlang der Wertschöpfungskette verbessern. Erste KI-gestützte Anwendungen werden zudem für Planung und Prozessoptimierung eingesetzt.

Auch das Bestandsmanagement wurde angepasst. Eine geringere Kapitalbindung im Lager soll den Druck auf Rabattaktionen reduzieren und stabilere Preise ermöglichen. Das Servicepartnernetzwerk umfasst inzwischen mehr als 200 Partnerwerkstätten. Damit will Rose Bikes die Serviceinfrastruktur ausbauen und die Kundennähe im After-Sales-Bereich stärken.

"Der Markt befindet sich in einer Phase der Neujustierung. Entscheidend ist, strukturell sauber zu arbeiten, konsequent Nachfrageorientierung umzusetzen und langfristig zu denken", sagt Geschäftsführer Thorsten Heckrath-Rose . "Die Grundlage dafür haben wir in den vergangenen Jahren gelegt: mit eigener Produktentwicklung und Montage am Standort Bocholt, einer starken lokalen Wertschöpfung und einem Omnichannel-Vertrieb aus digitalen Kanälen und Stores in Deutschlands Metropolregionen."

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen einen moderaten Umsatzanstieg auf rund 230 Millionen Euro.
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