Fahrradmarkt schrumpft auf 9,4 Milliarden Euro
16.07.2026 Der deutsche Fahrradmarkt ist 2025 zum dritten Mal in Folge geschrumpft. Während Gravelbikes und Kinderfahrräder zusätzliche Nachfrage erzeugen, verschieben sich die Marktanteile im Fachhandel weiter zugunsten großer Märkte und Filialunternehmen.
Straßensporträder einschließlich Gravelbikes konnten ihren Anteil am rückläufigen Gesamtmarkt ausbauen. Auch elektrisch unterstützte Gravelbikes und geländegängige Elektrofahrräder entwickelten sich positiv, obwohl der Markt für Elektrofahrräder insgesamt Umsatz verlor. Zusätzliche Nachfrage verzeichneten Kinder- und Jugendfahrräder. Der Studie zufolge profitiert das Segment derzeit von den höheren Geburtenzahlen während der Corona-Pandemie.
"Gravelbikes haben das Segment der Straßensporträder nachhaltig verändert und für deutlich mehr Dynamik gesorgt. Die Räder verbinden sportliche Performance mit hoher Alltagstauglichkeit und sprechen damit weit über die klassische Rennradzielgruppe hinaus sowohl ambitionierte Sportler:innen als auch Freizeitradler:innen an", sagt Christoph Lamsfuß , Senior Projektmanager am IFH Köln. "Ein ähnliches Bild zeigt sich bei E?Gravelbikes, die von ihrem vielseitigen Einsatz für Touren, Freizeit und Alltag profitieren. Das schafft neue Wachstumspotenziale für den Fahrradmarkt."
Der Fahrradfachhandel bleibt der wichtigste Vertriebskanal. Innerhalb dieses Kanals gewinnen jedoch große Fachmärkte und Filialunternehmen weiter an Bedeutung. Sie profitieren von breiten Sortimenten und ausreichend Präsentationsfläche für Elektrofahrräder und Lastenräder. Kleine und mittelständische HändlerInnen reagieren mit einer stärkeren Ausrichtung auf Werkstatt-, Wartungs- und Reparaturleistungen.
Die Zahl der Marktteilnehmer ist trotz des anhaltenden Umsatzrückgangs vergleichsweise stabil geblieben. Seit 2016 sind lediglich 124 Geschäfte des Fahrradhandels aus dem Markt ausgeschieden.
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