Bauhaus forciert seine Marktplatz-Strategie
13.01.2026 Bauhaus erweitert sein ECommerce-Modell und will seine Marktplatzstrategie gemeinsam mit dem Technologieanbieter Mirakl ausgebauen. Sortiment und Reichweite sollen deutlich wachsen, Kundenbedürfnisse schneller erkannt werden.
Mit diesem Schritt entwickelt sich Bauhaus vom klassischen Onlinehändler hin zum Plattform-Betreiber: Künftig können auch ausgewählte Drittanbieter ihre Produkte über den Bauhaus-Onlineshop anbieten - zusätzlich zum bisherigen Eigenmarken-Sortiment. Dadurch wächst das Angebot um Tausende Artikel, insbesondere in Nischen- und Spezialsegmenten.
Plattform-Strategie statt klassischem Online-Shop
Der neue Marktplatz ist eine Reaktion auf veränderte Erwartungen der KundInnen, die beim Onlinekauf zunehmend eine zentrale Anlaufstelle für komplette Heimwerker-Projekte suchen. Bauhaus verspricht sich davon mehr Auswahl und höhere Verfügbarkeit, ohne selbst zusätzliche Lagerbestände aufbauen zu müssen.Laut Johannes Wechsler, Senior Vice President E-Commerce und Digital bei Bauhaus, gewinnen digitale Kontaktpunkte zunehmend an Bedeutung. Der Marktplatz soll dem Unternehmen ermöglichen, flexibler auf die Nachfrage zu reagieren - bei gleichzeitiger Sicherung der Qualitätsstandards durch eine gezielte Auswahl der Anbieter.
Umgekehrt eröffnet der Marktplatz Drittanbietern Zugang zu der großen und etablierten Bauhaus-Kundenbasis. Vor allem spezialisierte Händler können so Produkte anbieten, die im stationären Handel nur begrenzt Platz finden.
Für Bauhaus bietet das Modell wirtschaftliche Vorteile: Die Ware verbleibt bis zum Verkauf bei den Partnerhändlern, wodurch sich Lager- und Bestandsrisiken reduzieren. Gleichzeitig stärkt der Marktplatz die Wettbewerbsposition im deutschen DIY-Markt gegenüber reinen Onlineanbietern und anderen Baumarktketten.
Mirakl liefert die technische Basis
Für den Betrieb des Marktplatzes nutzt Bauhaus die Software-as-a-Service-Plattform von Mirakl. Die Lösung unterstützt unter anderem das Onboarding von Händlern, die Verwaltung von Produktdaten sowie die Abwicklung von Bestellungen und Zahlungen. Externe Anbieter werden dabei direkt in den bestehenden Bauhaus-Webshop integriert.Georg Sobczak , Regional Vice President DACH, EE und NL bei Mirakl, verweist darauf, dass Bauhaus mit der Plattform sein Onlineangebot schnell skalieren könne. Für den Händler entfällt der aufwendige Aufbau einer eigenen Marktplatz-Architektur, sodass der Fokus auf Sortimentssteuerung und Qualitätssicherung liegt.
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