Temu-Zoll: Viele Händler sehen bislang keine Entlastung
02.09.2026 Die Zahl günstiger Kleinsendungen aus China geht seit Einführung des EU-Pauschalzolls deutlich zurück. Deutsche Online-Händler berichten bislang jedoch überwiegend nicht von steigenden Umsätzen. Stattdessen passen chinesische Anbieter ihre Lieferketten an.
Viele Händler geben an, bislang keine Verbesserung ihrer Geschäftslage zu spüren. Statt steigender Umsätze beobachten einige lediglich sinkende Preise oder unveränderte Verkaufszahlen. Gleichzeitig vermuten mehrere Händler, dass chinesische Anbieter ihre Logistik angepasst haben und Waren verstärkt gebündelt in europäische Lager transportieren, anstatt zahlreiche Einzelpakete direkt an EndkundInnen zu versenden.
Händler fürchten Belastung durch neue Regelung
Kritik gibt es zudem an den Auswirkungen auf kleinere Importeure. Nach Einschätzung mehrerer Händler kann die neue Gebühr bei gemischten Warensendungen die Beschaffungskosten erhöhen und damit auch deutsche Unternehmen treffen, die Waren aus China beziehen. Besonders Händler mit geringeren Importmengen sehen darin einen Wettbewerbsnachteil.Allerdings berichten einzelne Händler auch von positiven Effekten. Ein Anbieter von Handyzubehör spricht von deutlich gestiegenen Umsätzen seit Einführung der Zollregelung. Ob sich daraus ein allgemeiner Trend ableiten lässt, ist angesichts der unterschiedlichen Erfahrungen in den einzelnen Warengruppen derzeit jedoch offen.
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