Shops und Marken investieren in KI - gebremst von Bürokratie
03.06.2026 Kleine und mittlere Marken und Onlinehändler investieren zunehmend in Künstliche Intelligenz und digitale Sichtbarkeit. Gleichzeitig löst die Bürokratie erstmals den Aspekt der Kosten als größte Hürde bei der Digitalisierung ab.
Für Marken, Händler und andere digital aktive Unternehmen wächst die Bedeutung der eigenen Onlinepräsenz. Inzwischen verfügen 60 Prozent der befragten deutschen Unternehmen über eine eigene Website, acht Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Eine Geschäfts-E-Mail mit eigener Domain nutzen 62 Prozent. Gleichzeitig steigt der Einsatz von KI deutlich: 44 Prozent der Unternehmen setzen entsprechende Anwendungen ein, zwölf Prozentpunkte mehr als 2025.
Bei den Investitionen stehen IT-Sicherheit und Datenschutz mit 38 Prozent an erster Stelle. Dahinter folgen Ausgaben für Online-Sichtbarkeit sowie KI-Anwendungen mit jeweils 35 Prozent. Für 31 Prozent der Befragten macht KI inzwischen mehr als 10 Prozent des gesamten Digitalbudgets aus. Als größte Hürde für weitere Digitalisierungsprojekte nennen 55 Prozent der Unternehmen die Bürokratie. Die Kosten folgen mit 52 Prozent erstmals nur auf Platz zwei. Zeitmangel im Tagesgeschäft sehen 47 Prozent als Hindernis.
Im europäischen Vergleich bleibt Deutschland bei der digitalen Präsenz hinter Großbritannien zurück. Während dort 81 Prozent der Unternehmen über eine eigene Website verfügen, sind es hierzulande lediglich 60 Prozent. Die Werte für Spanien (57 Prozent), Frankreich (56 Prozent) und Italien (53 Prozent) bewegen sich auf einem ähnlichen Niveau wie in Deutschland.
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