Farmy insolvent

Das Huhn ist tot

von Joachim Graf

11.05.2026 Nach gescheiterter Restrukturierung schließt der Online-Hofladen Farmy mit sofortiger Wirkung. 160 Mitarbeitende an den Standorten Zürich, Berlin und Barcelona verlieren ihren Job.

 (Bild: Screenshot)
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"Schweren Herzens verabschieden wir uns von euch, geschätzte Kundinnen und Kunden", heißt es seit dem Wochenende beim schweizerischen Online-Hofladen Farmy  . Die Restrukturierungs­mass­nahmen hätten nicht zur gewünschten nachhaltigen Sanierung von Farmy geführt. Der Verwaltungsrat habe darum beschlossen, dem Konkurzgericht eine Überschuldung anzuzeigen und den Betrieb einzustellen.

Im Januar 2025 hatte sich Farmy mit einer Fusion mit Pico Lebensmittel die Rettung durch Rationalisierung erhofft. Damit sollten Synergien in der Logistik und bei den Verwaltungskosten geschaffen werden. Jetzt hiess es, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hätten sich so verändert, so dass man den bisherigen Weg nicht mehr weitergehen könne.

Farmy verkaufte regionale und nachhaltige Lebensmittel online und lieferte sie mit eigenen Lieferwagen. Laut den Angaben von Farmy stammten einst rund 60 Prozent des Umsatzes von 1200 Bauern, Käsereien und Bäckereien aus der Schweiz. Vor allem während Corona war das Unternehmen stark gewachsen.

Der deutsche Naturkost-Omnichannelhändler Alnatura   hatte mit dem Einstellen seines Onlineshops auf Farmy als Onlinekanal gesetzt.
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