KI-Agenten bleiben meist im Pilotstadium
16.01.2026 Viele Unternehmen experimentieren mit KI-Agenten, doch der Weg in den produktiven Einsatz ist steinig. Chatbots bleiben die häufigste Anwendungsform. In geschäftskritische Prozesse werden sie kaum eingebunden.
Hauptproblem: Jedes zweite Unternehmen befürchtet, dass unkontrollierte KI-Agenten das Risiko bergen, Probleme bei schlecht implementierten Prozessen und Automatisierungen noch zu verschärfen.
Zu diesen Ergebnissen kommt Camunda , ein Anbieter von Lösungen zur agentenbasierten Automatisierung, in der Studie "2026 State of Agentic Orchestration and Automation Report" . Befragt wurden dafür 1.150 EntscheiderInnen aus Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden in Deutschland, den USA, Großbritannien und Frankreich.
Ein weiteres zentrales Ergebnis: 80 Prozent der Befragten nutzen KI-Agenten überwiegend als Chatbots oder Assistenten, die Zusammenfassungen erstellen oder Fragen beantworten. Geschäftskritische End-to-End-Prozesse übernehmen diese Systeme nicht. Fast jedes zweite Unternehmen (48 Prozent) setzt KI-Agenten zudem isoliert in Silos ein und nicht in durchgängigen Geschäftsprozessen.
"Das Nutzenversprechen von KI-Agenten ist unbestritten, aber für die Akzeptanz bleibt Vertrauen die größte Hürde", sagt Kurt Petersen , Senior Vice President Customer Success bei Camunda. "Viele Unternehmen gehen das Thema vorsichtig an, kommen dabei aber nicht über Pilotprojekte oder isolierte Anwendungsfälle hinaus. Ohne klare Leitplanken und Transparenz bleiben Agenten eine Randerscheinung im Unternehmen. Sobald allerdings eine Vertrauensbasis besteht, können Agenten zu starken Multiplikatoren innerhalb gesteuerter Prozesse werden, statt lediglich isolierte Co-Piloten oder Chatbots zu bleiben."
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