International

Uber-nahme: Delivery-Hero-Führung offen für Verkauf

von Dominik Grollmann

04.09.2026 Vorstand und Aufsichtsrat von Delivery Hero sprechen sich für das Übernahmeangebot von Uber aus. Die Unternehmensführung hält den Angebotspreis von 41,50 Euro je Aktie für angemessen und fair.

Delivery Hero Zentrale in Berlin (Bild: Delivery Hero)
Bild: Delivery Hero
Delivery Hero Zentrale in Berlin
Delivery Hero   empfiehlt seinen Aktionären, das freiwillige Übernahmeangebot von Uber   anzunehmen. Vorstand und Aufsichtsrat hätten die Angebotsunterlagen unabhängig voneinander geprüft und seien zu dem Schluss gekommen, dass die Transaktion im besten Interesse des Unternehmens, seiner Aktionäre, Mitarbeitenden und weiterer Stakeholder liege, teilt Delivery Hero mit.

Uber bietet 41,50 Euro je Aktie in bar. Nach Angaben von Delivery Hero entspricht dies einer Prämie von rund 127 Prozent auf den volumengewichteten Dreimonatsdurchschnittskurs vor Bekanntwerden der Übernahmegespräche sowie rund 35 Prozent auf den Dreimonatsdurchschnitt vor der offiziellen Ankündigung des Angebots im Juli 2026. Zwei unabhängige Fairness Opinions von J.P. Morgan und der UniCredit Bank bewerten den Angebotspreis aus finanzieller Sicht als angemessen.

Konsolidierung im Liefermarkt schreitet voran

Nach Einschätzung der Unternehmensführung könnte der Zusammenschluss die globale Mobilitätsplattform von Uber mit den Lieferdiensten und Quick-Commerce-Aktivitäten von Delivery Hero verbinden. Beide Unternehmen erwarten dadurch schnellere Produktinnovationen sowie zusätzliche Chancen für Kunden, Händler, Fahrer und Mitarbeitende.

Die Annahmefrist für das Angebot läuft bis zum 5. November 2026. Voraussetzung für den Vollzug ist unter anderem, dass Uber mehr als 50 Prozent der Aktien erhält und die zuständigen Wettbewerbs- und Regulierungsbehörden zustimmen.

Mit der Übernahme würde sich die Konsolidierung im internationalen Liefergeschäft weiter beschleunigen. Uber hatte den Einstieg bei Delivery Hero bereits zuvor durch den Erwerb einer größeren Beteiligung vorbereitet. Zusammen würden beide Unternehmen ihre Präsenz auf 99 Märkte ausweiten. Gleichzeitig soll Delivery Hero ausgewählte Landesgesellschaften an den Finanzinvestor SSW Partners veräußern, um kartellrechtliche Hürden zu reduzieren.
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