Einzelhandel schwächelt, aber Onlinehandel wächst weiter
30.04.2026 Die Umsätze im deutschen Einzelhandel sind im März erneut gesunken, doch der Onlinehandel legt deutlich zu. Händler sehen sich damit weiter mit einer gespaltenen Marktentwicklung konfrontiert.
Damit setzt sich die schwache Entwicklung im stationären Handel fort. Bereits im Februar hatte es einen leichten Rückgang gegeben. Nominal lagen die Umsätze im März ebenfalls unter dem Vormonat, wenn auch weniger deutlich. Besonders betroffen war der Lebensmitteleinzelhandel: Hier gingen die Erlöse real um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat zurück. Auch im Jahresvergleich ergibt sich ein deutliches Minus von 3,3 Prozent.
Onlinehandel wächst gegen den Trend
Im Gegensatz dazu konnte der Internet- und Versandhandel deutlich zulegen. Die Umsätze stiegen im März gegenüber Februar real und nominal um jeweils 3,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich sogar ein reales Plus von 5,9 Prozent. Für Händler zeigt sich damit einmal mehr die Verschiebung der Nachfrage hin zu digitalen Vertriebskanälen. Während stationäre Segmente schwächeln, profitieren Onlineanbieter weiterhin von strukturellem Wachstum.Auch im Non-Food-Bereich fiel der Rückgang moderater aus: Hier sank der Umsatz im Monatsvergleich real um 1,0 Prozent. Nominal konnte sogar ein leichtes Plus von 0,5 Prozent im Jahresvergleich erzielt werden.
Preiseffekte verzerren Teilbereiche
Auffällig ist die Entwicklung bei Tankstellen: Während die realen, preisbereinigten Umsätze um 5,6 Prozent sanken, stiegen die nominalen Erlöse um 5,5 Prozent. Hintergrund sind die gestiegenen Preise im Zuge des Irankrieges, die trotz einer gesunkenen Abverkaufsmenge zu einem steigendem Umsatz führte.Insgesamt bleibt die Lage im Einzelhandel angespannt. Während einzelne Segmente wie der Onlinehandel wachsen, belasten rückläufige Umsätze in zentralen Bereichen wie Lebensmitteln die Gesamtentwicklung.
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