Einzelhandel verliert im Juli deutlich an Schwung - auch Onlinehandel im Mimus
01.09.2026 Nach einem stabilen Juni sind die Umsätze im deutschen Einzelhandel im Juli spürbar eingebrochen. Besonders der Internet- und Versandhandel sowie der Non-Food-Bereich verzeichneten deutliche Rückgänge, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt.
Besonders stark fiel der Rückgang im Internet- und Versandhandel aus. Gegenüber Juni sank der Umsatz real um 5,6 Prozent und nominal um 5,8 Prozent. Im Jahresvergleich lag der Onlinehandel real 0,8 Prozent und nominal 0,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Die Zahlen sind insofern bemerkenswert, als der Juli zwar traditionell als schwächerer Einkaufsmonat gilt, die Zahlen von Destatis jedoch kalender- und saisonbereinigt sind. Der Rückgang lässt sich daher nicht allein mit der Ferienzeit erklären. Vielmehr fiel die Nachfrage deutlich schwächer aus als für einen typischen Juli zu erwarten gewesen wäre.
Non-Food-Handel verliert deutlich
Auch der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln verzeichnete einen schwachen Monat. Die Umsätze gingen gegenüber Juni real um 4,8 Prozent und nominal um 2,5 Prozent zurück. Im Vergleich zum Juli 2025 betrug das Minus real 3,4 Prozent. Der Lebensmitteleinzelhandel entwickelte sich dagegen vergleichsweise stabil. Hier sanken die Umsätze im Monatsvergleich real um 0,8 Prozent und nominal um 0,5 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr lag das reale Minus bei 0,3 Prozent.Besonders deutlich war erneut die Entwicklung an den Tankstellen. Nach dem Auslaufen des Tankrabatts im Mai und Juni gingen die kalender- und saisonbereinigten Umsätze im Juli real um 9,1 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück. Im Vergleich zum Vorjahr lag das reale Minus bei 9,3 Prozent. Nach Angaben von Destatis sind in diesen Werten auch die Umsätze der Tankstellenshops enthalten.
Abonnieren Sie unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter!

