Handel bei Unternehmensschließungen ganz hinten
24.08.2026 Von allen Unternehmensarten wurden in Deutschland im vergangenen Jahr am wenigsten Unternehmen im Handel geschlossen. Das geht aus einer gemeinsamen Untersuchung von Creditreform und dem Leibniz Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hervor.
rungsschwierigkeiten zurückzuführen. Vielmehr ist es ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren: technologischer Wandel, zunehmender Wettbewerbsdruck und Arbeitskräftemangel. Als weiteren Grund für die steigende Zahl der Firmenschließungen nennt die Untersuchung die demografische Entwicklung. Fast ein Drittel aller freiwilligen Schließungen erfolgt mittlerweile aus Altersgründen, so die Studie von Creditreform und ZEW .
Im Bereich Handel gab es anteilig die wenigsten Schließungen. Während vor allem die Zahl der Gaststätten-Schließungen 2024-2025 gegenüber dem Vorjahr stark anstieg (plus 15 Prozent) liegt der Handel mit plus acht Prozent (37.000 Schließungen) etwa auf der Höhe von technologieintensiven Dienstleistungen. Im Handel hat sich der Wert gegenüber dem Vorjahr sogar um einen Prozentpunkt reduziert.
Auch im langfristigen Indexvergleich liegt der Handel als einzige Branche aktuell unterhalb des Index von 2008. "Eine hohe Dynamik im Handel - also hohe Eintritts- und Austrittsraten - sind im Handel allerdings üblich und das Niveau der Schließungszahlen ist seit 2020 deutlich geringer als Anfang der 2000er Jahre", analysieren die StudienautorInnen.
Die Erkenntnis "Jammern ist die Sprache der Kaufleute" ist also auch in diesem Jahr übertrieben: Der Handel, so zeigt sich, ist von allen untersuchten Branchen in Deutschland nach wie vor die stabilste Branche überhaupt.
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