Teleshopping

MediaShop baut Deutschlandgeschäft nach Insolvenz wieder auf

von Dominik Grollmann

16.09.2026 Drei Monate nach dem Neustart meldet MediaShop erste Erfolge im deutschen Markt. Das Unternehmen investiert in TV-Reichweite, Logistik und digitale Prozesse, um das Geschäft weiter auszubauen.

 (Bild: Home Shopping Europe AG)
Bild: Home Shopping Europe AG
Bild: Home Shopping Europe AG unter Creative Commons Lizenz
MediaShop by ONE Spot    hat nach der Insolvenz der früheren MediaShop-Gruppe das Geschäft in Deutschland wieder aufgenommen und nach eigenen Angaben innerhalb der ersten drei Monate einen Umsatz von mehr als vier Millionen Euro im deutschen Einzel- und Großhandel erzielt. Deutschland stehe damit für rund die Hälfte des Gesamtumsatzes, teilt das Unternehmen mit. Im Endkundengeschäft seien seit Juni zudem knapp 60.000 Bestellungen aus Deutschland eingegangen.

Die Marke wird seit dem 1. Juni 2026 von der österreichischen ONE Spot GmbH   geführt. Das Unternehmen setzt weiterhin auf Demonstrations-Commerce und vertreibt seine Produkte über TV, den eigenen Online-Shop sowie weitere digitale Vertriebskanäle.

TV-Ausbau und neues Logistikzentrum

Nach Angaben des Unternehmens ist die TV-Präsenz in Deutschland von drei auf zwölf Sender ausgebaut worden. Gleichzeitig wurde das internationale TV-Netzwerk von 16 auf 50 Sender in fünf Ländern erweitert. Parallel dazu verzahnt MediaShop die TV-Vermarktung stärker mit dem eigenen Online-Shop und weiteren digitalen Kanälen.

Auch die Logistik wird neu aufgestellt. Das Zentrallager zieht von Augsburg nach Frankfurt am Main um. Künftig übernimmt der Fulfillment-Dienstleister Quivo   die Lager- und Versandabwicklung. Rund 10.000 Paletten sollen in den kommenden Wochen an den neuen Standort verlagert werden.

Schlankere Prozesse und Fokus auf Wiederkäufe

Nach Unternehmensangaben beschäftigt MediaShop derzeit rund 40 Mitarbeiter. Warenwirtschaft, Kundenmanagement und weitere IT-Systeme wurden neu aufgebaut und digitalisiert. Die laufenden Ausgaben für IT, Infrastruktur und Software seien von rund 250.000 Euro auf etwa 20.000 Euro pro Monat gesunken. Dadurch sollen zusätzliche Mittel für Vertrieb, Technologie und Produktentwicklung frei werden.

Beim Sortiment setzt MediaShop künftig stärker auf Produkte mit nachvollziehbarem Alltagsnutzen sowie auf Verbrauchsartikel mit hoher Wiederkaufrate. Nach Angaben des Unternehmens fließen dabei unter anderem Kundenfeedback, Retourenquoten und Qualitätsprüfungen in die Sortimentsentscheidung ein.
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