Homeshopping-Sender Channel 21 gibt auf
28.05.2026 Für den Homeshopping-Sender Channel 21 ist gestern das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Nun meldet das Unternehmen, dass es seinen Geschäftsbetrieb Ende Mai einstellt.
Geschäftsführer Timm Hormann erklärte, man habe "trotz intensivster Bemühungen, den Geschäftsbetrieb langfristig zu sichern und wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen, in der Kürze der Zeit keine tragfähige Fortführungslösung realisiert werden." In diesem Zusammenhang wird der Geschäftsbetrieb zum 31.05.2026 eingestellt. Hintergrund der Insolvenz waren Redaktionsinformationen zufolge Veränderungen des Konsumverhaltens und ein hoher Wettbewerbsdruck, der die gesamte Teleshopping-Branche betrifft. Vor allem Liveshopping über digitale Kanäle wie Tiktok-Shopping sowie der schrumpfende TV-Konsum sind hier die Ursachen.
Weil die Gehälter der 166 Mitarbeitende vom Insolvenzgeld bezahlt wurden, sendete Channe21 weiter - auch um Interessenten für eine Weiterführung anzuziehen. Doch auch Social-Media-Kampagnen von Moderator Mark Kühler halfen am Ende nichts mehr. Jetzt versucht die Insolvenzverwalterin durch einen Abverkauf noch bis Ende des Monats so viel Geld wie möglich einzusammeln. Im Onlineshops des Senders werden die Waren nun mit Rabatten zwischen zehn und 60 Prozent versucht loszuschlagen.
Channel 21 mit Sitz in Hannover ist der drittgrößte Homeshopping-Sender Deutschlands. Gegründet im Jahr 2001, vertreibt Channel 21 sein Sortiment über eigens konzipierte Homeshopping- und Social-Commerce-Produktionen sowie über ein stetig wachsendes Online-Angebot. Der Sender bietet überwiegend Eigenmarken aus den Produktkategorien Beauty, Gesundheit, Schmuck, Haushalt, Küche und Garten an und ist bundesweit in 95 Prozent aller deutschen TV-Haushalte über Satellit, Kabel und DVB-T empfangbar.
Gläubiger werden aufgefordert, Insolvenzforderungen nach § 38 InsO bei der Insolvenzverwalterin schriftlich zum 24.07.2026 anzumelden.
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