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Gartenhaus.com führt "Bridge Page" als KI-gestützte Beratung ein

von Dominik Grollmann

20.04.2026 Das Hamburger ECommerce-Unternehmen Gartenhaus.com verändert den klassischen Online-Kaufprozess für komplexe DIY-Projekte grundlegend. Mit einer neuen Zwischenseite sollen KundInnen künftig besser durch umfangreiche Kaufentscheidungen geführt werden. Der Roll-out startet im Mai.

Alles am rechten Fleck: Dank KI-gestützter Beratung werden bei Gartenhaus.com Fehlkäufe vermieden (Bild: gartenhaus.com)
Bild: gartenhaus.com
Alles am rechten Fleck: Dank KI-gestützter Beratung werden bei Gartenhaus.com Fehlkäufe vermieden
Gartenhaus.com   führt eine KI-gestützte "Bridge Page" als neue Beratungsebene im Online-Shop ein, um komplexe Kaufprozesse besser zu strukturieren. Die Lösung richtet sich vor allem an Projekte mit Warenkörben im mittleren vierstelligen Bereich, bei denen klassische Checkout-Prozesse an ihre Grenzen stoßen.

Die Bridge Page wird zwischen Produktdetailseite und Warenkorb integriert und führt Nutzer durch eine strukturierte Projektkonfiguration. Ziel ist es, Zusammenhänge verständlicher zu machen und Unsicherheiten im Kaufprozess zu reduzieren. Dabei unterscheidet das System gezielt zwischen zwingend notwendigem Zubehör und optionalen Ergänzungen.

Die Kunden erhalten zusätzlich kontextbezogene Erläuterungen zu einzelnen Komponenten und deren Rolle im Gesamtprojekt. Laut CEO Tim Böker sollen so fundiertere Kaufentscheidungen ermöglicht werden. "Wenn Kunden mehrere tausend Euro investieren, brauchen sie keine schnellere Navigation, sondern bessere Entscheidungen", sagt Böker.

Neue Anforderungen durch KI und komplexe Sortimente

Mit der Einführung reagiert das Unternehmen auch auf veränderte technologische Anforderungen im E-Commerce. Klassische Shopstrukturen seien häufig auf Suchmaschinenoptimierung ausgelegt und für KI-Systeme nur schwer interpretierbar. Gartenhaus.com setzt daher auf neue Datenmodelle, die Informationen sowohl für NutzerInnen als auch für KI-Anwendungen verständlich aufbereiten.

Im Fokus stehen strukturierte Produktdaten und semantische Wissensnetze. Diese sollen künftig auch dialogbasierte Einkaufserlebnisse ermöglichen. In der Branche wird dieser Ansatz zunehmend unter dem Begriff "Generative Engine Optimization" diskutiert, als Weiterentwicklung klassischer Suchmaschinenoptimierung.

Teil eines geförderten Forschungsprojekts

Die Bridge Page ist Ergebnis eines Forschungsprojekts, das von der Bescheinigungsstelle Forschungszulage als förderfähig anerkannt wurde. Im Rahmen der Entwicklung arbeitet das Unternehmen unter anderem an Methoden zur Strukturierung großer Produktkataloge sowie an der Integration KI-basierter Dialogsysteme in bestehende Shoparchitekturen.

Langfristig sieht Gartenhaus.com die neue Lösung als Einstieg in stärker geführte und dialogorientierte Einkaufsprozesse im Onlinehandel. Gerade bei beratungsintensiven Sortimenten könnte dies zu einem wichtigen Differenzierungsfaktor werden.
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