Social Commerce

Pinterest erleichtert Händlern internationale Shopping-Kampagnen

von Dominik Grollmann

29.06.2026 Neue Tools von Pinterest sollen Händlern den Einstieg in internationale Märkte erleichtern. Produktdaten, Anzeigen und Marktanalysen lassen sich nun zentraler steuern.

Pinterest Shopping-Tools für Spanien (Bild: Pinterest)
Bild: Pinterest
Pinterest Shopping-Tools für Spanien
Pinterest   führt neue internationale Shopping-Tools ein, mit denen HändlerInnen Produktkataloge einfacher lokalisieren und Shopping-Kampagnen in mehreren Märkten ausspielen können. Dazu gehören zusätzliche Länder- und Sprach-Feeds, automatische Übersetzungen, Währungsumrechnung und eine neue Marktansicht im Katalogbereich.

Pinterest will damit vor allem Händler unterstützen, die ihr Exportgeschäft ausbauen wollen, ohne für jeden Zielmarkt eigene Katalogstrukturen komplett neu aufsetzen zu müssen. Produktdaten wie Preise, Währungen, Titel und Beschreibungen lassen sich künftig marktspezifisch anpassen. Wer keine lokalisierten Feeds vorliegen hat, kann Produkttitel und -beschreibungen automatisch übersetzen sowie Preise in lokale Währungen umrechnen lassen.

Ein Katalog für mehrere Märkte

Die neuen Länder- und Sprach-Feeds ergänzen eine bestehende Hauptdatenquelle. HändlerInnen können so etwa lokalisierte Preise und Währungen über Länderfeeds sowie übersetzte Titel und Beschreibungen über Sprachfeeds bereitstellen. Alternativ lassen sich weiterhin eigene primäre Länderfeeds nutzen, wenn Sortimente, Preisregeln oder Merchandising-Strategien je Markt stärker voneinander abweichen.

Auch das Kampagnenmanagement soll einfacher werden. Werbetreibende können Shopping-Kampagnen künftig länderübergreifend aus einer einzigen Kampagne oder Anzeigengruppe heraus ausspielen. Pinterest ruft dabei nach eigenen Angaben automatisch die passenden lokalisierten Produkte aus dem Katalog ab. Das soll vor allem in kleineren Märkten mehr Performance-Signale liefern und die Optimierung beschleunigen.

Marktansicht zeigt Expansionschancen

Neu ist zudem die Ansicht "Märkte" im Bereich "Kataloge". Dort sehen Händler, in welchen Ländern sie bereits Shopping-Kampagnen ausspielen, wie sich Interaktionen wie Impressions und Pin-Klicks entwickeln und wo lokalisierte Pins an Dynamik gewinnen. Die Übersicht soll helfen, neue Zielmärkte zu priorisieren und Budgets gezielter zu steuern.

Pinterest verweist in der Mitteilung auf ein wachsendes Geschäft mit mittelständischen Unternehmen und kleinen und mittleren Unternehmen. Der betreute Kundenstamm in diesem Segment habe sich zwischen 2024 und 2025 fast verdoppelt und mache inzwischen rund 15 Prozent des Geschäfts aus. Die internationalen Umsätze seien 2025 in Europa um 31 Prozent und im Rest der Welt um 62 Prozent gestiegen.
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