Konsumklima stabilisiert sich - doch Kauflaune bleibt schwach
27.05.2026 Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat ihren Sinkflug vorerst gestoppt. Für den Handel bleibt die Lage dennoch angespannt: Die Anschaffungsneigung steigt nur leicht und liegt weiter deutlich im negativen Bereich.
Die Ergebnisse stammen aus dem "NIM Konsumklima powered by GfK". Der Befragungszeitraum lag zwischen dem 30. April und dem 11. Mai 2026. Grundlage sind rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt wurden.
Einkommenserwartungen ziehen deutlich an
Die Einkommenserwartungen verbessern sich im Mai spürbar. Der entsprechende Indikator steigt um 11,4 Punkte auf -13,0 Punkte. Nach Einschätzung der MarktforscherInnen dürfte dazu beigetragen haben, dass ein Teil der geopolitischen Unsicherheit inzwischen in den Erwartungen der VerbraucherInnen eingepreist ist."Die Verbraucherstimmung beendet, zumindest für den Moment, ihren Sinkflug und erholt sich in diesem Monat wieder etwas", sagt Rolf Bürkl , Head of Consumer Climate beim NIM . Gestützt werde das Konsumklima derzeit durch verbesserte Einkommensaussichten, eine rückläufige Sparneigung und eine leicht zunehmende Anschaffungsneigung.
Die Anschaffungsneigung steigt gegenüber dem Vormonat um 1,2 Punkte auf -13,2 Punkte. Der Indikator bleibt damit weiter eingetrübt. Größere Käufe wie Möbel oder Elektrogeräte werden von VerbraucherInnen aktuell nur verhalten geplant.
Die Sparneigung sinkt zum dritten Mal in Folge und liegt nach einem Rückgang um 2,2 Zähler bei 13,9 Punkten. Im langfristigen Vergleich bleibt der Wert nach Angaben von NIQ dennoch hoch.
Inflationssorgen lassen etwas nach
Auch die Konjunkturerwartungen verbessern sich leicht. Der Indikator steigt um 2,5 Zähler auf -11,2 Punkte. Dennoch geht die Mehrheit der VerbraucherInnen weiterhin davon aus, dass sich die wirtschaftliche Lage in den kommenden zwölf Monaten verschlechtert.Bei den Preiserwartungen zeigt sich ebenfalls eine leichte Entspannung. Der Indikator sinkt um 5,4 Punkte auf -0,4 Punkte. Laut Meldung dürfte dies unter anderem mit der Senkung der Energiesteuer auf Diesel und Benzin zusammenhängen. Gleichzeitig lag die Inflationsrate in Deutschland im April bei 2,9 Prozent und damit einen Prozentpunkt über dem Wert vom Februar.
Die Daten werden im Auftrag des NIM Konsumklima powered by GfK weiterhin von NIQ/GfK erhoben. Methodik, Datenerhebung und Auswertung bleiben nach Angaben der Beteiligten unverändert.
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