Deutscher Einzelhandel bricht im Juni ein
07.08.2026 Im Juni ist das Absatzvolumen des deutschen Einzelhandels gegenüber dem Vormonat um 1,1 Prozent zurückgegangen und damit deutlich stärker als im Euroraum und in der Europäischen Union.
Damit hat sich die Entwicklung in Deutschland innerhalb eines Monats deutlich gedreht. Im Mai war das Einzelhandelsvolumen noch um 1,2 Prozent gegenüber April gestiegen. Auch der Vergleich mit dem europäischen Umfeld fällt für Deutschland ungünstig aus. Im Euroraum sank das Einzelhandelsvolumen im Juni gegenüber Mai lediglich um 0,3 Prozent, in der gesamten Europäischen Union um 0,1 Prozent. Im Mai hatte es dort noch Zuwächse von 0,4 beziehungsweise 0,6 Prozent gegeben.
Im Euroraum ging das Absatzvolumen bei Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren im Juni um 0,5 Prozent zurück. Der Nicht-Nahrungsmittelsektor ohne Kraftstoffe verlor 0,4 Prozent. In der Europäischen Union lagen die Rückgänge bei 0,4 beziehungsweise 0,3 Prozent. Kraftstoffe entwickelten sich dagegen positiv: Das Absatzvolumen an Tankstellen stieg im Euroraum um 1,5 Prozent und in der Europäischen Union um 1,7 Prozent.
Auch im Jahresvergleich stagniert Deutschland
Gegenüber Juni 2025 sank das Einzelhandelsvolumen in Deutschland um 0,1 Prozent. Damit gehört Deutschland zusammen mit Belgien zu den wenigen Ländern mit rückläufigem Absatz. In Rumänien betrug das Minus 6,6 Prozent, in Österreich 0,3 Prozent.
Europa insgesamt entwickelte sich dagegen positiv. Im Euroraum lag das Einzelhandelsvolumen 0,7 Prozent über dem Vorjahresmonat, in der Europäischen Union betrug das Plus 1,2 Prozent. Besonders der Nicht-Nahrungsmittelsektor legte zu: um 1,7 Prozent im Euroraum und um 2,3 Prozent in der Europäischen Union.
Die stärksten Zuwächse gegenüber Juni 2025 meldete Eurostat für Luxemburg mit 8,3 Prozent, Schweden mit 7,2 Prozent und Bulgarien mit 7,1 Prozent.
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