Eurostat-Zahlen

Deutscher Einzelhandel bricht im Juni ein

von Christian Gehl

07.08.2026 Im Juni ist das Absatzvolumen des deutschen Einzelhandels gegenüber dem Vormonat um 1,1 Prozent zurückgegangen und damit deutlich stärker als im Euroraum und in der Europäischen Union.

 (Bild: Phil Pham für 21sportsgroup)
Bild: Phil Pham für 21sportsgroup
Das Absatzvolumen des deutschen Einzelhandels ist im Juni gegenüber Mai saison- und kalenderbereinigt um 1,1 Prozent gesunken, zeigen vorläufige Daten von Eurostat  . Unter den Ländern der Europäischen Union   mit verfügbaren Daten verzeichneten nur Finnland mit minus 1,5 Prozent und Rumänien mit minus 1,2 Prozent stärkere Rückgänge.

Damit hat sich die Entwicklung in Deutschland innerhalb eines Monats deutlich gedreht. Im Mai war das Einzelhandelsvolumen noch um 1,2 Prozent gegenüber April gestiegen. Auch der Vergleich mit dem europäischen Umfeld fällt für Deutschland ungünstig aus. Im Euroraum sank das Einzelhandelsvolumen im Juni gegenüber Mai lediglich um 0,3 Prozent, in der gesamten Europäischen Union um 0,1 Prozent. Im Mai hatte es dort noch Zuwächse von 0,4 beziehungsweise 0,6 Prozent gegeben.

Im Euroraum ging das Absatzvolumen bei Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren im Juni um 0,5 Prozent zurück. Der Nicht-Nahrungsmittelsektor ohne Kraftstoffe verlor 0,4 Prozent. In der Europäischen Union lagen die Rückgänge bei 0,4 beziehungsweise 0,3 Prozent. Kraftstoffe entwickelten sich dagegen positiv: Das Absatzvolumen an Tankstellen stieg im Euroraum um 1,5 Prozent und in der Europäischen Union um 1,7 Prozent.

Auch im Jahresvergleich stagniert Deutschland


Gegenüber Juni 2025 sank das Einzelhandelsvolumen in Deutschland um 0,1 Prozent. Damit gehört Deutschland zusammen mit Belgien zu den wenigen Ländern mit rückläufigem Absatz. In Rumänien betrug das Minus 6,6 Prozent, in Österreich 0,3 Prozent.

Europa insgesamt entwickelte sich dagegen positiv. Im Euroraum lag das Einzelhandelsvolumen 0,7 Prozent über dem Vorjahresmonat, in der Europäischen Union betrug das Plus 1,2 Prozent. Besonders der Nicht-Nahrungsmittelsektor legte zu: um 1,7 Prozent im Euroraum und um 2,3 Prozent in der Europäischen Union.

Die stärksten Zuwächse gegenüber Juni 2025 meldete Eurostat für Luxemburg mit 8,3 Prozent, Schweden mit 7,2 Prozent und Bulgarien mit 7,1 Prozent.
alle Optionen Mitglied werden auf neuhandeln

Abonnieren Sie unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter!

alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema: