Onlinehandel erwartet deutliche Folgen wegen Iran-Konflikts
31.03.2026 Rund 90 Prozent der Unternehmen aus dem E-Commerce und Onlinehandel erwarten, dass sich der Iran-Krieg negativ auf ihre Geschäfte auswirken wird.
Lieferketten und Kosten als zentrale Belastung
Als wichtigste Ursache nennen 78 Prozent der befragten Unternehmen steigende Energiepreise - ein Faktor, der sich unter anderem auf Lagerhaltung, Logistik und den Betrieb von IT-Infrastrukturen im Onlinehandel auswirkt.36 Prozent berichten von Einschränkungen bei globalen Lieferketten, etwa durch gestörte Schifffahrtswege oder Verzögerungen bei Waren, Vorprodukten und Handelsgütern. Auch die Beeinträchtigung des Luftfrachtverkehrs sehen 16 Prozent als Risiko - insbesondere für internationale Lieferungen und zeitkritische Versandprozesse. Zudem erwarten rund 24 Prozent eine sinkende Nachfrage auf wichtigen internationalen Märkten. Das betrifft vor allem grenzüberschreitend tätige Onlinehändler und Plattformanbieter.
Unsicherheit belastet Geschäftsplanung
Neben den direkten Effekten sehen viele Unternehmen im E-Commerce auch zunehmende finanzielle Risiken. Dazu zählen schwankende Logistik- und Transportkosten, steigende Versicherungsprämien sowie wachsende Unsicherheiten im internationalen Zahlungsverkehr. Die Ergebnisse zeigen, dass die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Konflikts längst auch im Onlinehandel angekommen sind, erklären die Studienautoren. Je länger die Unsicherheit anhält, desto stärker dürften sich die Belastungen für die Unternehmen ausweiten.
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