Amazon kontrolliert zwei Drittel des deutschen Onlinehandels
14.10.2026 Amazon bleibt die dominierende Plattform im deutschen Onlinehandel: Rund 63 Prozent des Onlineumsatzes entfallen auf den Konzern und seinen Marktplatz. Doch Wettbewerber wie Temu und Shein gewinnen Marktanteile. Zugleich erschließt Amazon mit Lebensmitteln und Verbrauchsgütern neue Wachstumspotenziale.
Während Amazon seinen Handelsumsatz gegenüber dem Vorjahr um rund 3,2 Milliarden Euro steigerte, legten Otto und Zalando gemeinsam um 1,4 Milliarden Euro zu. Die asiatischen Plattformen Temu und Shein erzielten zusammen ein Umsatzplus von rund einer Milliarde Euro. JedeR achte KonsumentIn gibt an, einzelne Einkäufe zu diesen Anbietern oder zu AliExpress zu verlagern. Die Bedeutung Amazons reicht über den eigenen Handel hinaus. Die Plattform dient KundInnen auch als Produktsuchmaschine und Preisvergleich.
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Jetzt Mitglied werdenLaut Studie wurden weitere 24 Prozent der untersuchten Umsätze mittelbar von Amazon beeinflusst, etwa durch Produktsuchen oder Preisorientierung. Insgesamt standen damit 41 Prozent der untersuchten Umsätze in direkter oder indirekter Verbindung zum Konzern.
Auch für externe HändlerInnen spielt der Marktplatz eine wichtige Rolle: 2025 entfielen 46,1 Prozent des deutschen Amazon-Umsatzes auf Marketplace-Anbieter. Der Eigenhandel kam über die betrachteten Branchen hinweg auf 17,2 Prozent. Ein weiteres Wachstumsfeld sehen die StudienautorInnen bei Lebensmitteln und schnelllebigen Konsumgütern. Der Onlineanteil dieses Marktes beträgt bislang lediglich 4,9 Prozent. Bei einem Gesamtmarktvolumen von fast 300 Milliarden Euro ergeben sich jedoch erhebliche Wachstumsmöglichkeiten.
Amazon ist in diesem Segment bereits stark vertreten: Auf seinen Marktplatz entfallen 46,1 Prozent des Onlineumsatzes mit schnelllebigen Konsumgütern. Besonders gefragt sind Nahrungsergänzungsmittel, Getränke, Tee, Snacks sowie Gewürze und Saucen. Vor allem haltbare Produkte und regelmäßig nachgekaufte Waren gelten als mögliche Wachstumstreiber.
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