Cyberangriff trifft Takkt hart: Umsatz und Ergebnis geraten unter Druck
28.10.2026 Der B2B-Versandhändler Takkt kämpft nach einem Cyberangriff mit erheblichen Einschränkungen bei der Bestellabwicklung und Auslieferung. Während sich das operative Geschäft im dritten Quartal stabilisiert hat, droht die Attacke die Jahresprognose zu durchkreuzen.
Umsatzrückgang bis Oktober
Bereits vor dem Cyberangriff stand Takkt unter wirtschaftlichem Druck. In den ersten neun Monaten 2026 sank der Konzernumsatz von 736,3 auf 685,6 Millionen Euro. Organisch entspricht dies einem Rückgang von 5,1 Prozent. Im dritten Quartal lag das Minus bei 4,3 Prozent und damit nahezu auf dem Niveau des Vorquartals. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank nach neun Monaten von 27,3 auf 14,5 Millionen Euro. Die bereinigte Ergebnismarge verringerte sich von 4,3 auf 3,2 Prozent. Durch Einsparungen von rund neun Millionen Euro konnte Takkt die Folgen des Umsatzrückgangs teilweise abfedern. Die Rohertragsmarge verbesserte sich trotz höherer Frachtkosten leicht auf 39,2 Prozent.
Negativer Cashflow
Für das vierte Quartal erwartet der Konzern nun spürbare Belastungen bei Umsatz, Ergebnis und Cashflow. Takkt hält zwar zunächst an seiner Prognose fest, sieht aber ein erhöhtes Risiko, die unteren Grenzen der bisherigen Zielspannen zu erreichen oder sogar zu unterschreiten. Diese liegen bei minus sieben bis plus drei Prozent organischer Umsatzentwicklung und einer bereinigten Ergebnismarge von zwei bis fünf Prozent. Auch die Liquiditätsentwicklung bleibt angespannt. Der Free Cashflow verschlechterte sich nach neun Monaten von minus 1,7 auf minus 12,7 Millionen Euro. "Wir arbeiten weiter intensiv daran, unsere Cash-Generierung im vierten Quartal zu verbessern", erklärt CFO Timo Krutoff . Der Cyberangriff erschwert dies jedoch und hat das Risiko eines negativen Free Cashflows für das Gesamtjahr erhöht. Entscheidend werden nun die Geschwindigkeit der operativen Wiederherstellung und der weitere Abbau des Net Working Capital sein."
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