Customer Journey

Virtuelle Anprobe in ChatGPT: Diese Produktdaten müssen Händler jetzt liefern

von Christian Gehl

05.10.2026 ChatGPT wird für Modehändler zu einem weiteren Schaufenster außerhalb des eigenen Shops. Wer dort mit korrekten Produkten sichtbar sein will, braucht vor allem aktuelle Preise, Bestände, Varianten und Bilder.

Jetzt auch per KI: Neuer Versuch, virtuelle Anproben endlich en vogue zu machen. (Bild: IconNicholson)
Bild: IconNicholson
Jetzt auch per KI: Neuer Versuch, virtuelle Anproben endlich en vogue zu machen.
Seit einigen Tagen bietet OpenAI   NutzerInnen eine virtuelle Anprobe von Modeartikeln in ChatGPT an. EBei geeigneten Produktlistings erscheint dazu ein "Try on"-Button. NutzerInnen nehmen ein Selfie auf oder laden ein Foto hoch, anschließend erzeugt ChatGPT eine Darstellung mit dem ausgewählten Kleidungsstück oder Accessoire. Das Referenzfoto kann für spätere Anproben gespeichert werden. Produkte lassen sich außerdem als Favoriten oder in eigenen Ordnern innerhalb der ChatGPT Library ablegen. Die Funktionen stehen laut OpenAI auf Mobilgeräten und im Web zur Verfügung.

Für direkte Produktfeeds verlangt OpenAI strukturierte Katalogdaten. Zu den Pflichtfeldern gehören unter anderem Artikel-ID, Titel, Beschreibung, Produktlink, Bildlink, Verfügbarkeit, Preis und Marke. Preis- und Bestandsänderungen müssen aktuell gehalten werden. Die vollständigen Anforderungen beschreibt OpenAI in seinen Product-Feed-Spezifikationen  .

Eine zuverlässige Aussage über Passform oder die richtige Größe liefert die virtuelle Ansicht allerdings nicht. Die von der KI generierten Bilder können durchaus vom tatsächlichen Aussehen eines Produkts abweichen.

Händler auf Shopify   müssen keinen zusätzlichen Feed bereitstellen: Ihre Produktdaten sind laut OpenAI bereits über den Shopify Catalog in ChatGPT integriert. Für andere Händler ist eine direkte Anbindung möglich, das Onboarding für Produktfeeds   steht derzeit jedoch nur genehmigten Partnern offen.

Welche Produkte ChatGPT in Shopping-Ergebnissen zeigt, hängt laut OpenAI unter anderem von der Suchanfrage, dem bisherigen Gespräch, strukturierten Produktinformationen und Daten externer Anbieter ab. Die KI greift bei Produktergebnissen auf strukturierte Metadaten von Erst- und Drittanbietern sowie weitere Drittinhalte zurück. Das Unternehmen weist darauf hin, dass Produkttitel und -beschreibungen neu formuliert werden können. Vereinfachungen bleiben dabei nicht aus. Das gilt auch für Bewertungszusammenfassungen aus öffentlich zugänglichen Rezensionen, die Teil der Produktdarstellung in der KI sind.
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