Fashionmarkt wächst trotz Konsumflaute leicht
08.05.2026 Der deutsche Markt für Fashion und Accessoires ist 2025 trotz Konsumzurückhaltung leicht auf 58,5 Milliarden Euro gewachsen. Vor allem Sportbekleidung sorgte zuletzt für Wachstum, gleichzeitig steigt der Druck auf Reatiler durch KI-gestützte Beratung, Secondhandangebote und veränderte Stiltrends.
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Jetzt Mitglied werden"Inflation sowie politische und wirtschaftliche Unsicherheiten führen dazu, dass KonsumentInnen Mode deutlich bewusster, strategischer und zunehmend saisonunabhängig einkaufen", sagt Lukas Reischmann von der BBE Handelsberatung. Gefragt seien vor allem vielseitig kombinierbare Produkte mit längerem Nutzwert. Gleichzeitig steige der Wettbewerbsdruck durch Entwicklungen wie Agentic Shopping und den wachsenden Secondhandmarkt.
Sportbekleidung wächst weiter - Kinderbekleidung verliert
Unter den Warengruppen entwickelte sich Sportbekleidung seit 2019 mit durchschnittlich 4,8 Prozent Wachstum pro Jahr am stärksten. Die Nachfrage profitiere laut Studie nicht nur von funktionalen Eigenschaften, sondern auch vom Image eines aktiven und gesundheitsbewussten Lebensstils. Berufsbekleidung legte im selben Zeitraum jährlich um durchschnittlich 1,9 Prozent zu, da funktionale und professionelle Styles zunehmend auch privat getragen würden.Dagegen verliert Kinderbekleidung weiter an Bedeutung. Sinkende Geburtenzahlen wirken sich laut Bericht spürbar auf die Nachfrage und die Umsätze aus.
KI-Beratung verändert den Fashionkauf
Bereits heute nutzen 35 Prozent der KonsumentInnen KI-Chatbots häufiger als klassische Suchmaschinen oder Plattformen. Künstliche Intelligenz dürfte deshalb auch beim Modekauf an Bedeutung gewinnen. KI-gestützte Systeme bieten inzwischen Stilberatung, Produktauswahl und virtuelle Anproben an. Besonders stationäre Händler geraten dadurch unter zusätzlichen Wettbewerbsdruck.Zudem verändert sich der langjährige Trend rund um Casual- und Sportstyles. Laut IFH KÖLN entwickelt sich der Markt zunehmend in Richtung "Smart Casual". Sneaker würden häufiger durch Loafer oder Ballerinas ersetzt, während hochwertigere Accessoires wieder stärker gefragt seien.
"Reiner Komfort reicht vielen KonsumentInnen nicht mehr aus", erklärt Carina Habke vom IFH KÖLN. Fehlende Individualität werde zunehmend durch bewussteres Kombinieren und gezieltes Styling ersetzt.
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