IDH-Konsumentenreport

Deutsche bevorzugen "Made in Germany"-Produkte

von Susan Rönisch

30.09.2025 Die Initiative Digitale Handelskommunikation (IDH) hat im dritten Quartal 2025 erneut das Konsumverhalten in Deutschland untersucht. Die Ergebnisse zeigen: Herkunft und Qualität spielen für VerbraucherInnen eine zentrale Rolle - insbesondere mit Blick auf deutsche Produkte. Gleichzeitig bleibt der stationäre Einkauf bei Lebensmitteln klar bevorzugt.

 (Bild: BP)
Bild: BP
Laut IDH  -Studie, für die 2.470 Personen in Deutschland befragt wurden, vertrauen 83 Prozent Marken aus Deutschland (sehr) stark. Wenn Preis und Verfügbarkeit keine Rolle spielten, würden 80 Prozent bevorzugt deutsche Produkte kaufen, 55 Prozent europäische. Entscheidende Gründe sind Qualität (62 Prozent), faire Arbeitsbedingungen (52 Prozent) und Nachhaltigkeit (40 Prozent).

Wenig Vertrauen genießen hingegen Produkte aus den USA (20 Prozent) und Asien (9 Prozent). 26 Prozent der Befragten gaben an, bereits bewusst US-Produkte boykottiert zu haben, weitere 45 Prozent ziehen dies in Betracht.

Herkunftsland als Kaufkriterium

Das Herkunftsland spielt besonders bei Lebensmitteln eine Rolle: 38 Prozent achten immer darauf, 32 Prozent häufig. Aber auch bei Elektroartikeln, Kosmetik und Kleidung ist die Herkunft für viele Konsument:innen ein relevantes Auswahlkriterium. Für Onlinehändler bedeutet das: Transparenz zur Lieferkette und Herkunft von Produkten kann kaufentscheidend sein.

Stationärer Handel bleibt stark bei Lebensmitteln

85 Prozent kaufen Lebensmittel lieber im stationären Geschäft. Hauptgründe: Produkte sofort mitnehmen (83 Prozent), vor Ort prüfen (81 Prozent) und Beratung (66 Prozent). Auch Faktoren wie einfache Reklamation, sichere Zahlungen und Vertrauen in Händler werden genannt. Für Onlinehändler bedeutet dies, dass Lebensmittel im E-Commerce weiterhin erklärungsbedürftig sind - und Services wie schnelle Lieferung, klare Qualitätskennzeichnung und digitale Beratung stärker in den Vordergrund treten müssen.

Die Ergebnisse machen deutlich: Der stationäre Handel punktet weiterhin bei Nähe, Vertrauen und Produkterlebnis. Digitale Kanäle können jedoch eine Brücke schlagen - etwa durch transparente Angebotskommunikation oder digitale Prospekte.
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