Handelsbilanz

KI killt Amazons Cashflow

von Sebastian Halm

30.10.2026 Amazons Onlinehandelsumsatz legt im dritten Quartal nur um zwei Prozent zu. Zugleich treiben KI-Investitionen den freien Barmittelfluss tief ins Minus. Für das Weihnachtsquartal erwartet der Konzern zwölf bis 16 Prozent Umsatzwachstum.

Amazon Konzernzentrale Seattle (Bild: Adamajreynolds)
Bild: Adamajreynolds
Bild: Adamajreynolds unter Creative Commons Lizenz by-sa
Amazon Konzernzentrale Seattle
Onlinehandels-Riese Amazon    hat seinen Konzernumsatz im dritten Quartal 2026 um zwölf Prozent auf 201,9 Milliarden Dollar gesteigert. Der eigene Onlinehandel wuchs lediglich um zwei Prozent auf 68,5 Milliarden Dollar. Allerdings fiel der Prime Day in den meisten großen Ländern dieses Jahr ins zweite Quartal, im Vorjahr ins dritte. Das verzerrt den Vergleich. Die Erlöse aus Dienstleistungen für Marktplatzhändler stiegen um neun Prozent auf 46,5 Milliarden Dollar. Das Werbegeschäft wuchs währungsbereinigt um zwölf Prozent. Für das Weihnachtsquartal prognostiziert Amazon einen Konzernumsatz zwischen 240 und 247 Milliarden Dollar.

KI-Investitionen belasten den Barmittelfluss

Der freie Barmittelfluss lag bei minus 42,4 Milliarden Dollar - bezogen auf die vergangenen zwölf Monate, nicht allein auf das dritte Quartal. Hauptursache waren gestiegene Sachinvestitionen, insbesondere für KI. Für 2026 plant Amazon Investitionsauszahlungen von rund 220 Milliarden Dollar. Die Cloud-Sparte AWS steigerte ihren Quartalsumsatz um 39 Prozent auf 46 Milliarden Dollar. Der operative Konzerngewinn erreichte 28,1 Milliarden Dollar.
alle Optionen Mitglied werden auf neuhandeln

Abonnieren Sie unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter!

alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema:
Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema: