Deutsche Amazon-Händler setzen mehr als 20 Milliarden Euro um
21.10.2026 Mehr als 750 Millionen Produkte haben deutsche Mittelständler 2025 über Amazon verkauft und dabei 20 Milliarden Euro umgesetzt. Fast ein Drittel der Erlöse entfällt auf das Auslandsgeschäft.
Mehr als 40.000 deutsche Mittelständler verkaufen inzwischen über Amazon. Über 80 Prozent von ihnen sind auch international aktiv. Dabei erzielten sie 2025 einen Exportumsatz von 5,9 Milliarden Euro. Die fünf wichtigsten Auslandsmärkte waren Frankreich, Österreich, Italien, die USA und Spanien.
Amazon setzt auf KI und Internationalisierung
Zusätzliches Wachstumspotenzial sieht Amazon vor allem in der Internationalisierung und im Einsatz künstlicher Intelligenz. So soll der im September 2026 vorgestellte KI-gestützte Seller Assistant Händler künftig nicht mehr nur bei der Auswertung von Geschäftsdaten unterstützen, sondern auch wiederkehrende Aufgaben selbstständig übernehmen. Dazu können VerkäuferInnen individuelle Arbeitsabläufe definieren, mit denen das System beispielsweise Marktveränderungen überwacht und innerhalb vorgegebener Grenzen automatisch reagiert.
Auch die internationale Expansion will Amazon vereinfachen. Eine neue Übersicht soll Absatzchancen in Europa, den USA und Japan sichtbar machen. Perspektivisch sollen Händler ihre Angebote, Bestände und Bestellungen länderübergreifend zentral verwalten können. Produktinformationen sollen dabei automatisch übersetzt, Währungen und Maßeinheiten angepasst und länderspezifische regulatorische Anforderungen berücksichtigt werden.
Als Wachstumshemmnis sieht Amazon die regulatorischen Anforderungen im grenzüberschreitenden Handel. Der Konzern verweist auf das Beispiel eines europaweit tätigen Elektronik- und Beleuchtungshändlers, der 2025 für die Einhaltung verschiedener Umweltvorschriften 16 Registrierungsnummern bei zehn Behörden in drei Ländern benötigte. Die Verwaltungs- und Registrierungskosten beliefen sich auf bis zu 80.000 Euro. Durch zusätzliche Vorschriften kamen 2026 fünf weitere Registrierungen und bis zu 25.000 Euro an Gebühren hinzu.
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