Zahlen

Zalando wächst durch About-You-Fusion, Shein und Temu dominieren Import, DHL Group steigert Profitabilität

von Dominik Grollmann

06.11.2025 Drei Handelsriesen legen aktuelle Zahlen vor: Zalando profitiert von der Fusion mit About You, Shein und Temu erobern den deutschen Markt, und die DHL Group steigert trotz rückläufiger Umsätze ihr Ergebnis.

 (Bild: martaposemuckel/Pixabay)
Bild: martaposemuckel/Pixabay
Der Berliner Onlinehändler Zalando    hat im dritten Quartal 2025 den Umsatz um 26,5 Prozent auf drei Milliarden Euro gesteigert. Das bereinigte EBIT kletterte auf 96 Millionen Euro. Haupttreiber war der Zusammenschluss mit About You  , der im Juli vollzogen wurde und die Kundenzahl auf 61,4 Millionen erhöhte. Rund fünf Millionen Menschen kauften bereits auf beiden Plattformen. Zudem wird Zalando künftig Hauptpartner des Deutschen Fußball-Bundes    (DFB). Im B2B-Segment stieg der Umsatz um 15,6 Prozent auf 277 Millionen Euro, die EBIT-Marge verbesserte sich auf 7,1 Prozent.

Shein und Temu drängen auf den deutschen Markt

Die chinesischen Billigplattformen Shein   und Temu   haben laut Schätzungen des Handelsverbands Deutschland    (HDE) 2025 zusammen rund 3,3 Milliarden Euro Umsatz in Deutschland erzielt - fast die Hälfte des gesamten Importhandels aus Drittstaaten. Jeder fünfte Verbraucher plant laut einer HDE-Umfrage Weihnachtseinkäufe bei den beiden Anbietern. Stiftung Warentest   stellte jedoch bei 110 von 162 geprüften Artikeln Verstöße gegen EU-Sicherheitsstandards fest - darunter unsicheres Spielzeug, giftige Accessoires und überhitzende Ladegeräte.

DHL Group steigert Profitabilität trotz Umsatzrückgang

Der Bonner Logistikkonzern DHL Group   hat im dritten Quartal 2025 ein operatives Ergebnis von 1,5 Milliarden Euro erzielt - ein Plus von 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die EBIT-Marge stieg auf 7,3 Prozent, obwohl der Umsatz infolge von Währungseffekten leicht auf 20,1 Milliarden Euro sank. CEO Tobias Meyer führt das Ergebnis auf aktives Kapazitätsmanagement, strukturelle Kostenverbesserungen und Preisanpassungen zurück. Der Free Cashflow (ohne M&A) verdoppelte sich auf 1,2 Milliarden Euro. Trotz eines gedämpften Umfelds hält der Konzern an seiner Prognose für 2025 fest: ein EBIT von mindestens sechs Milliarden Euro und ein Free Cashflow von rund drei Milliarden Euro.
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