Transformation

Conrad Electronic: Schon 80 Prozent ist B2B-Umsatz

von Dominik Grollmann

07.11.2025 Conrad Electronic hat seine Ausrichtung konsequent umgestellt. Mit rund 80 Prozent B2B-Umsatz und klar segmentierten Kundentypen will das Familienunternehmen Europas führende Beschaffungsplattform für technischen Bedarf werden. Zwei Neuzugänge in der Geschäftsführung sollen nun helfen.

Die Ladengeschäfte sind eine vergangene Ära: Heute verkauft Conrad Electronic ausschließlich online (Bild: Conrad Electronic SE)
Bild: Conrad Electronic SE
Die Ladengeschäfte sind eine vergangene Ära: Heute verkauft Conrad Electronic ausschließlich online
2022 hat Conrad Electronic    einen radikalen Strategiewechsel eingeleitet: Weg vom klassischen stationären Ladengeschäft, hin zur digitalen-Beschaffungsplattform mit B2B-Fokus. Heute stammen rund 80 Prozent des Umsatzes aus dem Geschäftskundensegment, gab das Unternehmen jüngst an. Allerdings ermöglicht es die Plattformstrategie, sowohl Endkunden als auch Hersteller und Distributoren als Seller auf dem Conrad Marketplace    zu bedienen. Mit über zehn Millionen Produkten und maßgeschneiderten Services steigert das Unternehmen Effizienz und Reichweite. Die Wachstumsstrategie zielt darauf ab, Conrad als führende europäische Plattform für technischen Bedarf zu positionieren und das B2B-Geschäft nachhaltig auszubauen.

Zwei Kundentypen: DMC und PMC

Die Geschäftsführung von Conrad Electronic: Dr. Sebastian Dehnen, Ralf Bühler, Dr. Daniel Saga und Guy Dann (v.l.n.r.)

Ein Learning des Turn-arounds: Das B2B-Geschäft lässt sich nicht vollständig digital abwickeln. Conrad segmentiert seine GeschäftskundInnen daher in zwei Gruppen:

  • Digitally Managed Customers (DMC): Kaufen überwiegend über den Onlineshop ein und profitieren von automatisierten Bestellprozessen und digitaler Plattformunterstützung.

  • Personally Managed Customers (PMC): Setzen auf persönliche Betreuung, elektronische Systemanbindungen und individuelle E-Procurement-Lösungen, insbesondere bei komplexeren Beschaffungsprozessen.

Diese Segmentierung ermöglicht es Conrad, Angebote, Services und Vertrieb gezielt auf die unterschiedlichen Bedürfnisse auszurichten.

Verstärkung der Geschäftsführung für strategisches Wachstum

Um die Wachstumsstrategie konsequent umzusetzen, hat Conrad nun die Geschäftsführung erweitert: Daniel Saga ist seit Mai 2025 für DMC-Kunden zuständig, Guy Dann betreut seit September 2025 die PMC-Kunden. Saga bringt umfangreiche Erfahrung aus E-Commerce und Plattformökonomie mit, während Dann über internationale Vertriebs- und Turnaround-Erfahrung verfügt. Zusammen mit CFO Sebastian Dehnen und CEO Ralf Bühler sollen sie Conrad als führende europäische Plattform für technischen Bedarf positionieren und das B2B-Geschäft nachhaltig ausbauen.
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