Conrad bündelt Marktplatz-Einkäufe auf einer Rechnung
17.09.2026 Conrad vereinfacht die Beschaffung über seinen Marktplatz für GeschäftskundInnen. Künftig tritt das Unternehmen für das gesamte Marketplace-Sortiment als alleiniger Vertragspartner und Rechnungssteller auf, sodass Unternehmen keine zusätzlichen Lieferanten mehr anlegen müssen.
Bislang konnten Marktplatz-Artikel zwar gemeinsam mit dem Conrad-eigenen Sortiment bestellt werden. Für die anschließende Abwicklung mussten Unternehmen jedoch jeden Marketplace-Händler separat als Lieferanten anlegen und verwalten. Mit der neuen Lösung entfällt dieser Schritt. Rechnungen kommen unabhängig vom eigentlichen Anbieter direkt von Conrad, ebenso laufen Zahlungsabwicklung und Kundenservice zentral über das Unternehmen. Das gilt sowohl für Bestellungen im Online-Shop als auch für Anbindungen über E-Procurement-Systeme.
Weniger Aufwand in der Beschaffung
Conrad begründet den Schritt mit den Prozesskosten im Einkauf. Nach Angaben des Unternehmens liegt der Aufwand für eine einzelne Bestellung in der indirekten Beschaffung laut BME-Benchmark 2025 im Durchschnitt bei 121,75 Euro. "Die eigentliche Herausforderung beschaffender Unternehmen ist weniger der Produktpreis, sondern der Aufwand hinter dem Prozess", sagt Ralf Bühler , CEO von Conrad Electronic. Durch den Wegfall zusätzlicher Lieferantenanlagen sollen sich Verwaltungsaufwand und Abstimmungsprozesse reduzieren.Am Konzept des Marktplatzes ändert sich nach Unternehmensangaben nichts. Conrad will weiterhin ausschließlich vorselektierte Partner zulassen, deren Sortiment zum Fokus auf technischen Betriebsbedarf passt. "Ein offener Marktplatz wäre für unsere Kunden kein Fortschritt. Deshalb bleibt der Conrad Marketplace kuratiert - gerade jetzt, wo wir für jeden Artikel einstehen", so Bühler.
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