Payment

Wenige Banken, wenige Shops: Wero-Start bleibt holprig

von Dominik Grollmann

18.11.2025 Die European Payments Initiative bringt ihre Paypal-Alternative Wero in die nächste Ausbaustufe. Noch in diesem Jahr sollen rund 150 Onlineshops die Zahlart anbieten. Doch nutzen können ihn vorerst nur KundInnen weniger Banken.

So wünscht es sich der Anbieter: Das Wero-Logo auf vielen Handys. Zum Start ist das Unternehmen weit davon entfernt. (Bild: EPI)
Bild: EPI
So wünscht es sich der Anbieter: Das Wero-Logo auf vielen Handys. Zum Start ist das Unternehmen weit davon entfernt.
Die gute Nachricht zuerst: Der Online-Bezahldienst Wero   wird in den kommenden Wochen bei weiteren großen Onlineshops freigeschaltet. Die schlechte: Er bleibt in Deutschland vorerst KundInnen der Sparkassen   und Volksbanken-Raiffeisenbanken   vorbehalten. Der Wero-Betreiber, eine Partnerschaft europäischer Banken und Finanzinstitute die sich unter dem Namen European Payments Initiative   (EPI) zusammengefunden hat, kündigt außerdem an, dass bis Ende 2025 rund 150 Händler in Deutschland den Dienst anbieten sollen. Erste Tests laufen bereits seit knapp zwei Wochen beim Tickethändler Eventim.

Zum Start sind nur wenige Shops dabei - und noch weniger Banken

Zu den geplanten Partnern gehören unter anderem Air Europa  , Baur   , Cewe   , Cineplex  , Decathlon   , Dott  , Hornbach   , Käfer   , Lidl   , Rossmann   , Veepee   und Zooplus   . Ein genauer Zeitplan fehlt. Zudem führt Otto    Gespräche über eine Integration, Ikea    und Zalando    prüfen die Einführung intern.

Laut European Payments Initiative sollen im kommenden Jahr zusätzlich etwa 50 weitere große Onlineshops sowie zahlreiche kleinere Händler über spezialisierte Dienstleister angebunden werden.

Während Sparkassen- und Volksbanken-Raiffeisenbanken-Kunden Wero bereits nutzen können, müssen viele andere BankkundInnen weiter warten. Laut Medienberichten wird es noch mehrere Monate dauern, bis Wero bei Konten der Postbank   oder der Deutschen Bank   funktioniert. KundInnen der ING   sollen erst im kommenden Jahr folgen. Für weitere Banken aus Deutschland werden erst gar keine Angaben gemacht.

Holper-Kommunikation passt zum Holper-Start

Holprig bleibt der Start auch in Sachen Kommunikation: So finden sich im Pressebereich des Anbieters weder Details zur Händleranbindung noch zu den konkreten Launch-Plänen noch eine Mitteilung darüber, dass der Dienst überhaupt live gegangen ist.

Langfristig plant das Unternehmen, für Wero-Zahlungen einen Käuferschutz vorzusehen. Können KundInnen und Händler einen Konflikt nicht innerhalb von dreißig Tagen lösen, soll die jeweilige Bank eine Rückerstattung prüfen. Schon im kommenden Jahr sollen zudem erste stationäre Geschäfte Wero-Zahlungen per QR-Code oder digitaler Bankkarte ermöglichen. Langfristig soll Wero als Alternative zu Zahlungsdiensten wie Paypal oder Klarna positioniert werden.
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