Verbraucher

Black Friday: Deutschland schwächelt, Österreich wächst

von Dominik Grollmann

18.11.2025 Für Deutschland werden zu Black Friday und Cyber Monday erstmals sinkende Umsätze erwartet - trotz einer steigenden Käuferzahl. In Österreich dagegen werden neue Rekorde erwartet. Internationale Händler profitieren besonders.

 (Bild: Pixabay/ geralt)
Bild: Pixabay/ geralt
Black Friday und Cyber Monday verlieren in Deutschland erstmals an Schwung. Der Handelsverband Deutschland    (HDE) prognostiziert für die beiden Aktionstage einen Umsatz von 5,8 Milliarden Euro - ein Rückgang von knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Obwohl laut einer vom Verband in Auftrag gegebenen Umfrage etwas mehr Verbraucherinnen und Verbraucher einkaufen möchten als 2024, dämpft die anhaltend schwache Konsumstimmung die Erwartungen.

Bereits in den vergangenen zwei Jahren stagnierte das Wachstum, nun sinken die Ausgaben erstmals seit Beginn der Erfassung im Jahr 2016. Gleichzeitig bleiben die Aktionstage ein wichtiger Impulsgeber fürs Weihnachtsgeschäft: Rund 1,6 Milliarden Euro der geplanten Ausgaben entfallen erneut auf Geschenke. 48 Prozent der Befragten wollen am Black Friday einkaufen, am Cyber Monday mehr als ein Drittel.

Österreich rechnet mit Rekord-Umsätzen


In Österreich hingegen wächst der Markt weiter. Der dortige Handelsverband    erwartet in diesem Jahr Ausgaben in Höhe von 460 Millionen Euro - ein neuer Rekordwert. 63 Prozent der Bevölkerung planen Käufe rund um Black Friday und Cyber Monday und geben im Schnitt 294 Euro aus. Besonders die Gen Z und Millennials treiben die Nachfrage.

Klarer Profiteuer von dieser Entwicklung ist der Online-Handel, allerdings fließen 71 Prozent der Umsätze zu internationalen Anbietern, zunehmend auch zu Billigplattformen aus Fernost. Begleitet wird der Boom von wachsender Preisvergleichs-Disziplin und Warnungen vor Fake-Shops.
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